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Donnerstag, März 22, 2007

Your URL is Blocked!

Gefunden bei den Kollegen von "Liberal in Austria", von Zeit zu Zeit findet sich dort ja doch etwas Brauchbares. Ein nettes Tool, um abzufragen, ob der selbst persönliche Webservice von den chinesischen Behörden gebannt wird. Und was soll ich sagen? Auch die "Planeta Eskoria" gehört zu jenen Weblogs, die von der chinesischen Regierung nicht erwünscht werden. Eigentlich schade, denn immerhin hatte ich mir gerade vorgenommen Mandarin zu lernen und fortan sämtliche Artikel in diese Sprache zu übersetzen um dort, in China, eine Revolution anzufachen. Bedeutend genug wären meine Artikel dafür in jedem Fall. "Planeta Eskoria" in Zukunft also nur noch mit "Parental Advisory"-Sticker?

Wenn mir das nächste Mal der chinesische Staatschef Hu Jintao oder der chinesische Regierungschef Wen Jiabao über den Weg laufen, dann können sie sich was anhören. Nicht mit mir, jetzt ist Schluss mit Lustig. Die werden so schnell kein Lächeln mehr von mir sehen!


gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Montag, März 19, 2007

The Yes Men

Ein, von mir ob seiner Persönlichkeit und fachlichen Kompetenz sehr geschätzter ehemaliger Kollege, ließ mir vor einigen Tagen in einem e-Mail einige nette Informationen zukommen. Es handelte sich hierbei um einen Dokumentarfilm mit dem Titel "The Yes Men", der vor einiger Zeit im Bayrischen Rundfunk lief. Der Film handelt von einer Gruppe von Globalisierungskritikern, die sich der Thematik in stark satirischer Weise nähern. Ihr Konzept beinhaltet, dass sie sich für offizielle Vertreter von Organisationen ausgeben, daraufhin auch wirklich zu Konferenzen etc. eingeladen werden und hier ihr satirisches "Unwesen" treiben.

Doch ihre vorrangige "Spielwiese" ist das Internet. Und hier sorgten sie etwa für Aufsehen indem sie eine "gefakte" und zum Verwechseln ähnliche Homepage, gefüllt mit satirschem Material, zur offiziellen Webpage von George W. Bush installierten - der als Reaktion hierauf ziemlich stinkig wurde und laut über eine "Begrenzung von Freiheiten" nachdachte.

Aber auch die WTO bekommt ihr Fett weg. Und so installierte die "The Yes Men"-Gruppe auch eine Webpage, die der offiziellen Homepage der WTO im Layout sehr stark gleicht. Zum Vergleich: Das Fake und die offizielle Webpage der WTO.

Ich finde die Gruppe bemerkenswert, da sie ihr Anliegen in humorvolle und satirischer Weise verpacken. Ernste Kritik ist notwendig und unabkömmlich, aber auch mit Humor und Satire lässt sich einiges erreichen. Die Globalisierung ist nichts Schlechtes oder gar Böses. Vielmehr noch ist die Globalisierung eine Chance für die gesamte Welt und ihre Bevölkerung. Nur die Art und Weise, wie sie derzeit stattfindet, ist nicht der beste Weg - und dies ist der Grund, weshalb Kritik gehört werden muss um zu einem Mehr an Frieden, einen Mehr an Wohlstand und einem Mehr an Freiheit für die gesamte Welt zu führen!

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Freitag, März 09, 2007

Lesenswerter Artikel

Aus Mangel an Motivation/Lust/Laune habe ich mich heute dazu entschlossen, statt eines eigenen Postings einen Link zu einem wirklich lesenswerten und interessanten Artikel zu posten. Der Artikel verletzt zwar die ungeschriebene Journalistenregel von "tell one story only", aber er ist in seiner Gesamtheit aufschlussreich und vor allem erfrischend kritisch.

Der Einstieg erfolgt mit der Südamerikareise von George W. Bush, fährt fort mit Kritik an den (Mainstream)Medien, welche einmal mehr als Agenten der (Kriegs)Propaganda in Erscheinung treten, es findet sich ein kurzer Exkurs zum verwässerten Begriff "Amerika" um schließlich und endlich die Thematik der Irak-Kriegs-Propaganda zu behandeln.

Lust auf den Artikel bekommen? Einfach auf den folgenden Link klicken:

Artikel Die Irak Propaganda "brandet" weiter über die Medien - einige Stilblüten

Prädikat: Sehr lesenswert!!!

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Donnerstag, März 08, 2007

Wikipedia - Wirklich frei?

Die freie Online-Enzyklika Wikipedia sieht sich frei von finanziellen Abhängigkeiten. Doch ist dem wirklich so, oder wird hier ein Wenig geschwindelt? Ein kurzer Ausflug ins Wikipedia-Universum ließ bei mir Zweifel aufkommen.

Um eines Vorweg zu nehmen: Der Autor mag die Wikipedia. Jene Plattform, die von ihren freiwilligen Autoren und wenigen Angestellten zu einem der großartigsten Nachschlagewerke der Menschheitsgeschichte gemacht wurde. In seinem Selbstverständnis verweist die Online-Enzyklika stolz darauf, die monatlichen Kosten von etwa USD 75.000,-- rein durch Spenden von Privaten und Unternehmen zu decken. Eine Spende ist, laut Wikipedia, eine freiwillige und unentgeltliche Leistung. Soweit, so gut.

Doch als ich einen Suchbegriff nachschlug und hierbei einen kapitalen Rechtschreibfehler einbaute, sah ich etwas Sonderbares. Ich erblickte nicht nur, wie erwartet, eine Meldung, dass kein passender Artikel gefunden wurde, sondern hinzu gleich die Möglichkeit, den Suchbegriff via "Google", "Yahoo" und "web.de" aufzuspüren. Darüber folgender Text:

"Bei der Wikipedia-internen Suche ist ein Problem aufgetreten. Dies ist normalerweise ein vorübergehendes Problem. Bitte versuchen Sie es nochmal. Alternativ können Sie auch die externen Suchmöglichkeiten nutzen."

Ich persönlich bezweifle, dass dieses Service aus blosser Sympathie diesen Unternehmen gegenüber angeboten wurde. Es sich also um einen Service handelt, bei dem keine Bezahlung in jedweder Form floß. Die Wikipedia ist, durch seine tausenden Nutzer, eine viel zu attraktive Plattform, um den "billigen Jakob" für diese Internetunternehmen zu spielen. Also liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um eine durchaus bezahlte Werbung (für die drei Suchmaschinen) oder einen durchaus entgeltlich abgegoltenen Service handelt. Dies ist wohlgemerkt, wie erwähnt, eine Vermutung und keine Tatsache. Wenn jedoch ein Entgelt geleistet würde, egal in welcher Form, würde es sich um keine Spende mehr handeln, sondern um ein Geschäft, welches auf Leistung und Gegenleistung beruht.

Schwindelt die Wikipedia also in ihrer Selbstbeschreibung der Finanzierung? Finanziert sie sich also nicht ausschließlich durch Spenden? War alles nur ein Versehen? Bestehen Kooperationen und vor allem warum? Liegt der Fehler an meinem PC, der einen eigenen Willen entwickelt und Dinge anzeigt, die gar nicht an diesen Platz hingehören? Oder handelt es sich wirklich nur um einen Service an die Nutzer, denen die Wikipedia die Möglichkeit bieten will, den Suchbegriff auf "fremder" Infrastruktur aufzuspüren und es fließt und floss ABSOLUT KEIN Entgelt in jedweder Form? Wer weiß... aber es kann ja jeder selbst ausprobieren, ob die drei "Suchmaschinen" auch bei ihm/ihr angezeigt werden und sich eine eigene Meinung darüber bilden. Einfach mal einen Suchbegriff eingeben, dabei katastrophale Rechtschreibfehler einbauen und darauf hoffen, dass die Wikipedia absolut keine passenden Artikel findet.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Freitag, Jänner 12, 2007

Medien, Demonstrationen und Gewalt

Die mediale Berichterstattung um "Ausschreitungen" bei Demonstrationen nahm in den letzten Tagen Ausmaße an, die, in abgeschwächter Form, an den Beginn des 21. Jahrhunderts erinnerten. Gerade zu dieser Zeit war die Thematik "Gewalt und Demos" eine brisante, die immer wieder dazu benutzt wurde um Leitartikel und Titelseiten zu füllen.

Die Medien und der öffentliche Diskurs steigerten sich beinahe paranoid in Bedrohungsszenarien durch "linke Chaoten", "gewaltbareiten Anarchos" und einer ominösen Gruppe, die den bedrohlichen Namen "Black Block" erhielt. Akribisch wurde bei jeder kleineren und größeren Demonstration davon berichtet, wieviele Festnahmen, wieviele Verletzte, wieviel Schaden entstanden ist. Die Gründe für die jeweiligen Demonstrationen gingen dabei unter. Es erschien, als wären Demonstrationen ein bloßes Alibi für Straßenschlachten. Der tragische Höhepunkt war die HINRICHTUNG des jungen Italieners Carlo Giuliani am 20. Juli 2001 im Rahmen von Protesten gegen den G8-Gipfel in Genua - ein Verbrechen, welches die spanische Ska-Band "Ska-P" in einem ihrer Songs, "Solamente por pensar", musikalisch betrachtete. Weiters rekonstruierte Giuliano Giuliani, der Vater des Ermodeten, die Ereignisse vom 20. Juli 2001 im Film "Quale Verita´ per Piazza Alimonda?" ("Was passierte auf der Piazza Alimonda?").

Doch spätestens seit den Terroanschlägen des 11. Septembers wich die Furcht vor "Chaoten" dem Schreckgespenst des Terrorismus. Mit all den zerstörerischen Auswirkungen, die jene Anschläge und die Reaktion hierauf auslösten.

Jetzt kann man natürlich einwenden, dass ein Vergleich der medialen Berichterstattung um die großen Demonstrationen zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit jenen der vergangenen Tage hinkt. Und natürlich tut er das, betrachtet man nur die Größe und Bedeutung der Proteste. Würde man den Vergleich an diesen beiden Faktoren versuchen, so würde es sich verhalten, wie das bekannte Sprichwort mit den Äpfeln und den Birnen.

Aber in einer Sache hinkt der Vergleich nicht: Denn wie damals weichen die Gründe der Demonstrationen in der medialen Berichterstattung der Sensation von vermeintlicher und tatsächlicher Gewalt. Egal ob auf Seiten der Demonstranten oder Polizei. Wieder stehen Festnahmen, Berichte von "blutigen Schlachten", Angstmache und Sensationsgier im Vordergrund. Der Auslöser der jeweiligen Demonstration, jener Grund, weshalb die Menschen von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen, wird verdrängt und pervertiert zur Randnotiz. Leider nicht nur im reichweitenstärksten Printmedium des Landes, sondern auch in Printprodukten, die sich gerne das Mascherl der "Qualität" umbinden.

Darf also, laut meiner Kritik, nicht von etwaigen gewalttätigen Auseinandersetzungen berichtet werden? Klar darf davon berichtet werden - finden solche Vorkommnisse tatsächlich statt, so sind sie als Tatsache aufzufassen. Aber wenn hiervon berichtet wird, dann darf das Dogma der Sensation nicht den ursprünglichsten Wert eines Mediums, der Information, übergeordnet werden. Die Berichterstattung muss in einer sensiblen und ausgewogenen Art und Weise erfolgen. Wer über Gewalt berichtet, muss sich auch mit den Ursachen der Gewalt beschäftigen und sie darstellen - wiewohl auch hier mit Vorsicht vorgegangen werden muss, da die "Ursachenforschung" nicht zu einer Entschuldigung für Gewalt umgewandelt werden darf. Alles andere ist bloße Hetze und zündeln mit dem Feuer.

Wißt ihr, verehrte Leserinnen, geehrte Leser und geneigte Sozialvoyeuristen, warum in den letzten Tagen demonstriert wurde?

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Montag, Dezember 04, 2006

Blogging may causes to a lack of freedom

Auf meinen Recherchetouren für eine Bakk-Arbeit, die sich mit der kulturellen und kommerziellen Dimension von Weblogs beschäftigt (ja ich weiß, sehr originell!), stieß ich auf den unten abgebildeten Artikel. Für alle Blogger und die, die es einmal werden wollen: Lest euch den Artikel durch und erschaudert schon einmal merklich vor der Staatsmacht. Und warum? ´Cause blogging may causes to a lack of freedom... fatal system error...

US-Blogger in Beugehaft

Wolf-Dieter Roth 20.11.2006

Blogger werden immer mehr Journalisten und Medienunternehmen gleichgestellt – und das ist nichts, worüber sie sich wirklich freuen sollten

Es war zu befürchten, und kam nun auch so: Nach den Besitzern gewöhnlicher Websites oder auf ihren Namen registrierter E-Mail-Adressen, denen die Juristen nun [local] seit Jahren nachsteigen, sind inzwischen auch die Hobbyschreiber dran, die ihre Online-Tagebücher mit [extern] Katzenbildern, Schulerlebnissen oder [extern] Meinungen füllen. Doch so richtig "nett" wird es, wenn das Blog oder der Blogger der Staatsgewalt ein Dorn im Auge sind.

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In Deutschland wurden durchaus schon [local] Journalisten, Website- und [extern] Mailboxbetreiber, aber bislang noch keine Blogger polizeilich heimgesucht. Für die Zukunft ausschließen lässt sich dies natürlich nicht; wer in seinem Blog beispielsweise stolz verkündet, außerhalb des geltenden Rechts stehende bewusstseinserweiternde Substanzen zu konsumieren, braucht sich nicht zu wundern, wenn ein Rollkommando vorbeikommt, um die polizeiliche Asservatenkammer aufzufüllen. Auch andere strafrechtlich relevante Verkündungen in Blogs sind nicht zu empfehlen ([local] "Mein Blog liest ja sowieso kein Schwein").

Momentan sind zivilrechtliche Vorgehensweisen, also Abmahnungen, einstweilige Verfügungen und Prozesse mit ruinösen Streitwerten im fünf- bis sechsstelligen Bereich das größere Problem, was durchaus auch in Haft enden kann, wenn der Betroffene die verhängten Schadensersatzsummen nicht zahlen kann oder will. Im Bereich der Urheberrechtsverletzungen will Bundesjustizministerin Zypries die möglichen Summen für eine Erstabmahnung nun [extern] auf 50 Euro deckeln lassen, doch ist fraglich, ob die Anwälte dies akzeptieren. Und es gilt nur für Urheberrecht – fühlt sich eine Person oder ein Unternehmen verunglimpft oder liegt ein noch so an den Haaren herbeigezogenes Problem im Bereich des Namens- oder Markenrechts vor, so werden auch weiter Monsterstreitwerte möglich sein, denn diese werden in diesem Fall vom Kläger bestimmt und von Gerichten nur selten in Frage gestellt, da große Firmen per sé große Schadenssummen geltend machen können. Ob die Personen oder Unternehmen hierdurch ein Image-Eigentor schießen, ist ihnen normalerweise egal, solange nur die Kasse stimmt.

Abmahnungen sind nur der Anfang…

Zudem schützt eine preiswertere Abmahnung ja nicht vor einem dennoch möglichen teuren Prozess – die Musikindustrie wird zukünftig statt Serienabmahnungen dann halt gleich Serienklagen eröffnen. Hiergegen schützt auch das BGH-Verbot rein zum Zwecke des Geldverdienens gestarteter Abmahnwellen nichts und solange auch nur ein Gericht weiterhin das Abmahnen der "Kleinen" durch die "Großen" akzeptiert oder sogar befürwortet, werden die Prozesse dann halt an diesem Gericht geführt. Den Juristen und Großkonzernen entgeht also ihr Geschäft schon nicht.

Begründet wird von Juristen derartiges unsymmetrisches Einschlagen der "Großen" auf die "Kleinen" üblicherweise gerade mit "besonderer Fairness": "Im Internet sind alle gleich". Also genau das, worauf einst die "Kleinen" ihre Hoffnungen stützten, nämlich im Internet dieselben Chancen zu haben wie große Unternehmen. Klar, dass dabei hinter den Kulissen durchaus etwas hämisches Gelächter zu hören ist und der Spruch "wer mit den großen Hunden pinkeln gehen will…" fällt. Seit dem Dotcomboom im Jahr 2000 ist Internet "Big Business", in das man zwar seit dem darauf folgenden Dotcomcrash nicht mehr gerne investiert, doch vor dem die Angst nach wie vor sehr groß ist. "Wehret den Anfängen!" heißt die Devise und "Erschlagt sie, solange sie noch klein sind!". Und wenn einige Richter doch einmal [extern] unfaire Methoden stoppen, dann suchen sich die Konzerne halt ein anderes Gericht, das weiterhin bereit ist, uneingeschränkt auf ihrer Seite zu stehen und ihre Interessen zu wahren.

Dass es also gar nicht so wünschenswert ist, als Kleiner den Großen gleichgestellt zu werden, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Doch in einem anderen Aspekt wünschen sich es die Blogger immer noch: sie möchten auch gerne als Journalisten gelten, oder sogar als "die besseren Journalisten", weil sie mangels kommerzieller Interessen eines Arbeit- oder Auftraggebers unabhängiger sein können. Was natürlich nicht geht, denn so wie Verlage gar nicht mehr unabhängig sind, wenn bestimmte Themen Anzeigen- oder Rechtsabteilung Kummer bereiten, so ist auch der Blogger unversehens wirtschaftlich ausgesprochen von dem abhängig, der ihn mal eben verklagt. Seine "Geschäftspartner" kann man sich halt nicht immer selbst aussuchen.

"Gleichberechtigung?" Es geht weniger um Rechte, als um Pflichten und Gefahren!

Doch werden ab 2007 nicht nur selbsternannte Konkurrenten den Bloggern Ärger bereiten können, auch vom Staat aus werden sie mehr und mehr Journalisten gleichgestellt ([local] Journalistisch anmutende Nachrichtenblogs), unabhängig davon, ob sie dies dann auch tatsächlich noch wollen oder inhaltlich können, außer sie schaffen es, ihr Blog anonym zu betreiben, also unerkannt zu bleiben, außerhalb Deutschlands zu hosten, keine eigene Domain zu benutzen und sicherzustellen, dass der Hoster keine Logfiles herausgibt. Damit allerdings kann man dann auch keinen Namen mehr aufbauen.

Was droht, wenn Blogger auch von Staats wegen Journalisten gleichgesetzt werden, kann man gerade am [extern] Fall von Josh Wolf erkennen. Dieser ist [extern] Blogger und Journalist. Er hat inzwischen 88 Tage in Beugehaft im Gefängnis verbracht, weil er sich weigert, seine Videoaufnahmen von einer gewalttätig gewordenen Demonstration den Ermittlungsbehörden zu übergeben. Sein Antrag auf ein neues Verfahren [extern] wurde am 16. November vom zuständigen Berufungsgericht abgelehnt. Die Haftzeit des 24-Jährigen könnte sich so über die gesamte vom Gericht festgelegte Dauer erstrecken – [extern] bis zum Juli 2007.


Wenn es so käme, wäre Josh Wolf der am längsten in Beugehaft genommene Journalist in der jüngeren US-Geschichte, so das [extern] Reporters Committee for Freedom of the Press. Bisher ist dies [extern] Vanessa Leggett aus Houston. Sie saß in den Jahren 2001 und 2002 insgesamt [extern] 168 Tage im Gefängnis, weil sie [extern] sich geweigert hatte, das komplette Material (Original und alle Kopien) über einen Mordfall [local] den Behörden auszuhändigen, das sie für ein geplantes Buch gesammelt hatte.

Josh Wolf hatte am 8. Juli 2005 in San Franzisko bei einer Demonstration anlässlich des in Schottland stattfindenden [local] G8-Gipfels, [extern] Videoaufnahmen gemacht. Dabei war er Demonstranten gefolgt, die mit Polizeibeamten aneinander gerieten. Ein Polizist war verletzt worden, und es gab einen Fall von Sachbeschädigung durch einen Feuerwerkskörper, der laut Ansicht der Polizei gezielt unter ein Polizeifahrzeug geworfen worden war, während die Demonstranten sagen, die Polizei [extern] habe auf dem bereits brennenden Gegenstand gestoppt.

Dürfen Behörden Material Dritter für Ermittlungen beschlagnahmen?

Im Verlauf der Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung wurde Wolf vorgeladen und aufgefordert, alle seine Videoaufnahmen auszuhändigen. Er lehnte ab, weil er, wie er sagte, als Journalist die Identität der Personen auf seinem Videomaterial schützen müsse, die zuvor Prügel mit Gegenprügeln beantwortet hatten und nun nur infolge seiner Filmerei in Gefahr gekommen seien.

Teile der bei der Demonstration entstandenen Videoaufnahmen hat Wolf an lokale Fernsehstationen verkauft, andere Ausschnitte auf [extern] seiner Website veröffentlicht. Auf das Angebot von Wolfs Anwalt, den Ermittlern das gesamte Band zu übergeben, wenn Wolf aus der Haft entlassen werde und nicht vor Gericht aussagen müsse, reagierte die Behörde mit der Auskunft, dass man nach wie vor darauf bestehe, dass das Band ausgehändigt werde, und dass Josh Wolf zu einer Aussage bereit sei.

Josh Wolf hat prominente Unterstützer auf seiner Seite, darunter die [extern] Society of Professional Journalists, die sich auch an den Kosten, die ihm durch das Gerichtsverfahren entstehen, beteiligen will. Eine Sprecherin der Organisation [extern] Reporters Without Borders bezeichnete die Ablehnung der Neuverhandlung durch das Berufungsgericht als "absurd und ungerecht".

Würde Josh Wolf beigeben, so wäre die Pressefreiheit in Gefahr. Wolfs Anwalt [extern] teilte der New York Times mit, sein Klient, der in einem Staatsgefängnis in Dublin, Kalifornien, eingesperrt sei, werde so lange hinter Gittern bleiben wie es nötig wäre: "Er wird nicht aufgeben".

Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24019/1.html

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Freitag, Juli 14, 2006

Sommerlochartikel: Kriegsberichterstattung

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Artikel stehen, der vom neuen Krieg zwischen Israel, Palästina und dem Libanon handelt. Es wäre ein toller Artikel geworden, ein Artikel, der alle Konfliktparteien gleichsam verurteilt, aber auch Verständnis für jeden Einzelnen zeigt. Ein ausgewogener Artikel eben, objektiv und mit Weitsicht verfasst. Doch welchen Zweck hat die Berichterstattung über einen Krieg? Das Resultat ist ja sowieso immer das selbe: Menschen sterben und einige Wenige verdienen daran. Im übrigen stinkt jegliche Art der Kriegsberichterstattung sowieso zum Himmel. Frederico Nier-Fischer spricht in seinen Salzburger Vorlesungen vom "Krieg als Ende der Kommunikation", mit den Menschen die sterben, stirbt auch die Kommunikation.

Es wäre auch schlicht und einfach falsch, würde ich als Westeuropäer nun beginnen, über einen Krieg in einer Region zu schreiben, den sowieso niemand mehr versteht. Über eine Region, die niemand mehr verstehen kann, der nicht dort lebt. Wahrscheinlich verstehen nicht einmal die Leute jener Region, worum es eigentlich wirklich geht.

Reportaje de guerra


Realmente, allí debería poner en este punto un artículo que actúa de la nueva guerra entre Israel, Palestina y Líbano. Esto se habría hecho un gran artículo, un artículo que condena todos los partidos de conflicto como era, sino también entendiendo para cada puntos de singles. Un artículo bien balanceado sólo, objetivamente y con la visión de futuro escribe. ¿Sin embargo, qué el objetivo tiene hace el reportaje sobre una guerra? El resultado es de todos modos siempre el mismo: la Gente muere y unos unos cuantos ganan en ello. Para el resto, cualquier clase del reportaje de guerra apesta de todos modos al cielo. Frederico Nier Fischer habla en sus conferencias de Salzburg "de la guerra como un final de la comunicación", con la gente ellos mueren, la comunicación también muere.

Esto también se equivocaría puramente y simplemente, si yo comenzara como un europeo de Oeste ahora a escribir sobre una guerra en una región que de todos modos nadie más entiende. Sobre una región que nadie más puede entender quién no vive allí. La gente de aquella región probablemente no hasta entiende cual es, realmente, realmente sobre.


gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Dienstag, Juli 11, 2006

Sommerlochartikel: Geld machen mit Blogs

Ja, viel hat man gehört über Weblogs als Möglichkeit einer alternativen Kommunikation. Doch mittlerweile finden und fanden Weblogs mehr und mehr Verwendung für kommerzielle Zwecke. So konnte etwa Sun Microsystems zur Jahrtausendwende, nach dem Platzen der Softwareblase, einen erheblichen Imagegewinn durch die Einführung von Blogs des CEO und der Mitarbeiter erreichen. Ein weiteres Beispiel wäre der südafrikanische Weinhersteller Stormhoek, der durch eine gezielte Blogkampagne ein immenses Umsatzwachstum erreichte. Ich finde es müßig näher auf diese Beispiele einzugehen, immerhin habe ich dies bereits in einer Arbeit über PR Weblogs an anderer Stelle getan.

Eine relativ neue Form der kommerziellen Verwertung von Weblogs, abseits bereits etablierter online-PR Konzepte, ist das "PayPerPost" System. Im "PayPerPost" System werden private Blogger dafür bezahlt, Werbung in ihren Postings unterzubringen. Nieder mit der alternativen Öffentlichkeit, jetzt heißt es Kohle scheffeln!

Obwohl: Viel Geld kann sich der einzelne Blogger dabei nicht machen. Die Prämien sind verschwindend gering für den Preis der Weblog-Prostitution. Da würde man doch vor Verwunderung gleich wieder die ADIDAS Laufschuhe rausnehmen, um sich die Verwunderung von der Seele zu laufen. Vielleicht wäre dies besonders in der Nacht ratsam, denn wenn es kühler ist, muss man sich danach nicht Unmengen an LIPTON Eistee reinziehen. Wenn ich nicht so verdammt koffeinempfindlich wäre und das Unternehmen nicht einfach verachten würde, dann würde wohl auch ein RED BULL hierzu dienlich sein.

Bei soviel Kommerzialisierungsgelüsten im Netz wäre auch ein Urlaub ratsam. Vielleicht in der Urlaubsregion Kärnten, frei nach dem Motto: "Urlaub bei Freunden!" Oder doch lieber ein All-Inclusive Urlaub, gebucht bei Magic Life?

Nun, wie dem auch sei... die Kommerzialisierung dringt überall ein, wo sie eben eindringen kann. Wenn sie wenigstens ein Durex Kondom dafür benutzen würde... dann würde dies wenigstens ohne Geschlechtskrankheiten ablaufen und die Uniqua Privatkrankenversicherung würde nicht unnötig belastet werden.

Wer sich für das "PayPerPost" System interessiert, dem sei dieser Link angeraten. Dort findet sich dann sogar Information statt meiner üblichen Polemik, mit der ich die verehrte Leserin, den geehrten Leser oder geneigten Sozialvoyeuristen belästige.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Mittwoch, Mai 31, 2006

Informations-Illussion

Der Großteil der medialen Produktionen wird von einigen wenigen Agenturen "versorgt". Reuters, AP, Agence France Press und wie auch immer diese großen Agenturen heißen. Alle aufzuzählen wäre verschwendete Zeit, auch wenn deren Zahl nicht allzu hoch ist. Ihr Job: die Versorgung von Medienunternehmen mit Informationen. Ihr Nebenjob: Menschen von Informationen abzuhalten.

Die großen Agenturen teilen sich den Informationskuchen untereinander, unterteilen und besetzen ihre Gebiete. Erinnert ein Wenig an das Revierdenken von Raubtieren, oder? Entwicklungsländer sind nur von Interesse wenn sie als "Einflussgebiete" gelten. "Einflussgebiete" für was auch immer.

Ach ja, der Nebenjob. Wer von Informationen abgehalten wird, wird auch von Wohlstand abgehalten. Eine simple Formel. Der freie Fluß der Information bleibt Illussion, der neoliberale (un)fluss der Information ist die Regel. Der Großteil der (medial verfügbaren) Informationen ist in den Händen von alten, grauen Krawattenträgern. Und lehrt uns nicht der kritische Blick auf die Weltgeschichte Jahr für Jahr aufs Neue, dass immer wieder diese Krawattenträger die wahren Attentäter sind?

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La ilusión de información

La parte grande de las producciones de medios es "suministrada" por algunas agencias. Reuters, AP, Agence France Press o y sin embargo estas agencias grandes son llamados. Todo debería ser enumerado tiempo gastado, aun si su número no es demasiado alto. Su trabajo: el cuidado de empresa de medios con información. Su trabajo de hornada reducida: sostener a la gente de información.

Las agencias grandes dividen el pastel de información juntos, dividen y toman sus áreas. Recuerda a un poco del distrito que piensa en depredadores, o? Los países en vías de desarrollo son del interés sólo si ellos como "las esferas de la influencia" cuenta. "Esferas de influencia" para que.

Sí, el trabajo de hornada reducida. Quién es sostenido de la información, también es sostenido de la prosperidad. Una fórmula simple. El flujo libre de la información permanece Illussion, neoliberal (ningún) flujo de la información es la regla. La parte grande él (medios disponibles) información está en las manos de portadores de lazo viejos. Y mira el crítico la historia mundial no nos enseñan año tras año de nuevo que repetidas veces estos portadores de lazo son los asesinos verdaderos?

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gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes