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Samstag, April 14, 2007

Generation YAMAKASI

Statt eines "richtigen" Postings gibt es heute etwas Anderes. Nämlich einen Filmtipp. Und dazu gleich den Link zum Moviestream. Es handelt sich hierbei um den Dokumentarfilm "Vol au dessus des cités: Generation Yamakasi". Der, von FRANCE 2 produzierte Film, gibt ein paar Einblicke in die Welt der Yamakasi. Die Yamakasi stellt eine Gruppe von Traceuren dar, die, mit David Belle, maßgeblich an der Entwicklung des modernen Parkour beteiligt waren und sind. Des Weiteren zeichnet die Dokumentation ein etwas anderes Bild der Pariser Vorstädte, wie wir es seit den Aufständen des Jahres 2005 gewohnt sind.

Ein genialer Film für alle parkourbegeisterten, aber auch eine interessante Doku für jene, die mit dem Thema wenig bis gar nichts am Hut haben. Der Film dauerte ca. 70 Minuten. Die Sprache ist französisch, es werden jedoch englische Untertitel geschalten.

Link (einfach aufs Bild klicken): Die Grafik "http://medias.francetv.fr/bibl/url_images/2005/12/06/image_16308186.jpg" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Montag, April 09, 2007

Öffentlicher Raum und Parkour

Nach langer Verletzungspause ist des Schreiberlings Knie nun , ENDLICH, wieder in Bestzustand. Und so ließ er es sich nicht nehmen, mit Freunden an diesem schönen Ostermontag eine längere Parkour-Session zu starten. Es müssen ja nicht immer nur Bier, Parties etc. sein. Was gibt es schöneres, als bei diesem Wetter zu laufen, Hindernisse zu überwinden und dazwischen auch genug Raum für Schmäh´s und Unterhaltungen zu lassen. Parkoure ich alleine, so geht es mir darum, meine Grenzen zu testen, meinen Körper zu trainieren oder einfach den täglichen Ausgleich zum Arbeitsalltag zu erhalten.. Parkoure ich in der Gruppe, so steht aber auch Style und Humor ganz oben auf der Liste. Sport ohne Spass dabei wäre nur halb so schön.

Traceure (Personen die Parkour betreiben) sind angewiesen auf ihre Umwelt. Die Umwelt, egal ob Stadt oder Landgebiete, ist der "Spielplatz" des Traceures. Und somit macht ein Traceur, geht er respektvoll mit seiner Umwelt um, auch nichts, was die Menschen seiner Umgebung stört oder die Umwelt beschädigen würde. Des Weiteren ist es nicht Sinn von Parkour in privaten Gärten herumzutollen. Das Gebiet des Traceures ist der öffentliche Raum, jener Raum der jedem Menschen gehört und deshalb auch genutzt werden darf und sollte.

Doch leider hat sich dies bis zu einigen Menschen nicht durchgesprochen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gehässig manche Menschen reagieren, wenn etwas das "0-8-15"-Schema durchbricht. So wurden wir heute, auf öffentlichen Gelände, dazu aufgefordert, das Gelände sofort zu verlassen. Es handelte sich dabei um einen, wohl frustrierten und ziemlich ungehobelten, Buschauffeur. Auf die Frage, ob wir jemandem stören würden, wenn wir hier unseren Sport betreiben würden, ernteten wir nur ein wütent geschrieenes "Schleichts eich, ihr hobts da nix zu suachn!". Auf die Frage, ob der Schreihals der Besitzer dieses öffentlichen Raumes wäre, und wo er seine Besitzurkunde hätte, ernteten wir wiederum ein: "Schleichts eich, i ruaf die Polizei!". Ich fühlte mich gute zehn Jahr in der Zeit zurückversetzt. Damals, als 13jähriger, mit dem Skateboard unter den Füßen, hörte man ähnliches. Doch wusste man damals noch nicht, dass man das Recht auf den öffentlichen Raum hatte und beugte sich meist dem Dikatat der frustrierten, weil man einfach keine Lust auf ständigen Ärger und Streiteren hatte. Jugendliche haben es ohnehin schwer genug in unserer Gesellschaft. Nun, als junger Erwachsener, lässt man sich aber nicht mehr jeden Blödsinn bieten.

So ist nicht leicht, solche Provokationen ruhig hinzunehmen. Immerhin ist man kann kleines Kind mehr und erwartet sich die gleiche respektvollen Behandlung von Menschen, einem selbst gegenüber, die man ihnen auch selbst zugesteht. Doch in manchen Fällen ist es einfach besser, jemandem zu ignorieren. Man kann einen Idioten leider seine Idiotie nicht austreiben und wir hatten keine Lust auf eine weitere Auseinandersetzung. Also ließen wir uns nicht weiter stören und übten noch ein Wenig auf den obstacles und ließen den Schreihals Schreihals sein. Als wir genug von den obstacles hatten, liefen wir weiter zum Nächsten. Wir blieben dort so lange, wie wir es uns vorgenommen hatten. Nicht kürzer, um dem Schreihals zu weichen, aber auch nicht länger als geplant, um weiter zu provozieren. Was soll es schon? Manche Menschen sind halt leider frustriert...

Nichts desto trotz. Der öffentliche Raum sollte nicht bloß ein Raum zum Transport von A nach B sein. Immerhin zahlen wir alle dafür, für die Erhaltung, für die Reinigung etc. Es kann doch nicht sein, dass man Sport nur mehr am Sportplatz oder im Fitnesszentrum betreiben dürfe? Der öffentliche Raum zunehmend mit kommerziellen Zwängen verbunden wird?

Traceure, die die Philosophie des Parkour beherzigen, stören niemandem. Vielmehr sind sie eine Bereichung des öffentlichen Raumes. Was zum Glück auch durch viele Reaktionen von Menschen deutlich wird, die nach kurzer Aufklärung durchaus Verständnis und Interesse dem Parkour und der Philosophie gegenüber aufweisen. Und es sind nicht nur junge Leute, sondern auch Pensionisten, die sich im persönlichen Gespräch durchaus positiv zum Sport äußern... aber einige Spinner wird es leider immer geben. Manchen wäre es halt lieber, man würde seine Freizeit im Wirtshaus bei Bier und Zigaretten verbringen. Aber das ist nicht das, was in meinem Interesse liegt. But it´s the life, good music, still alive!!!

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Dienstag, März 20, 2007

Parkour-Dialog

Zur Zeit laden ja der mittelprächtige Schneefall und mein leicht beschädigtes Knie nicht wirklich dazu ein parkouren zu gehen. Also bleibt genug Zeit, um einmal eine nette Anektote zu erwähnen, die sich während einer kleinen Sessions in meinem Heimatort ergab. Schauplatz war der örtliche Bahnhof, den ich für meine "üblen" Zwecke "missbrauchte" - in Form einer Mauer, die ich als Kletterwand zweckentfremdete. Und genau zu dem Zeitpunkt, als ich zu einem mutigen Satz ansetzte um mich daraufhin hochzuziehen und über ein Geländer schwingen wollte, trat ein etwas verschreckter und überraschter Mann ins Spiel. Es entwickelte sich ein kurzer Dialog, der durchaus launig war und zeigte, wie irritierend dieser Sport auf manche Mitbürger wirken muss. Im Sinne der Authenzität werde ich versuchen, den Dialog in der tatsächlich gesprochenen Dialektform wiederzugeben - für alle Nicht-Salzburger könnte es nun schwieriger werden. Handelnde Personen: Alter Mann (A.N.), Mig (M.), spätestens zur Mitte des Dialoges wurde aus der anfänglich etwas herausfordernden Gesprächskultur doch ein launiges Gespräch, dass bei beiden handelnden zu hämischen Grinsen führte.

A.M.: Jo spinnst denn du?
M.: Hääääääääääääää?
A.M.: Jo des is jo ka Spielplatz ned...
M.: Weiß ich ja eh... ich spiel ja a ned...
A.M.: Jo was tuast du dann da?
M.: Sport... guad für de Gesundheit...
A.M.: Sport macht ma im Verein oder in an vo de Center... des is ka Sportplatz...
M.: Oba dafür, dass des ka Sportplatz is, funktioniert des oba ganz guad...
A.M.: Du bist a weng witzig, oder?
M.: Nur wenn ich lache...
A.M.: Jo mir is des eh wurscht... oba des wos du da machst is verboten...
M.: A geh... des halt ich für a Gerücht... glaubst i werd eingsperrt dafür?
A.M.: Scho... des Gelände gehört da Bahn... do werd i glei moi de Polizei verständigen miassn, dass do a Wahnsinniga herumrennt...
M.: Na dann passts eh, die Bahn bin ich. Is öffentliches Eigentum und Steuern zahl ich a... und da Herr ÖBB hat sich no nia aufgeregt...
A.M.: I bleib dabei... du spinnst mit dein narrischen Sport...
M.: Mag sein, oba es macht verdammt viel Spass...
A.M.: Warum mochst nix gscheits wia Fussball spieln... ich war früher Vorstopper?
M.: Na, da tua ich ma nur weh... des kann nix...
A.M.: Weil ihr jungen Leit nix mehr gwohnt sats... is eh kloar, wenns nur Festl feierts...
M.: A so a Scheiß... du würdst jo a sicher gern Festln feiern, wennst ned so alt wärst...
A.M.: Ich feier immer no Festln...
M.: Dann is eh ois kloar... woar witzig oba ich muas wieder... seavas, mochs guad...
A.M.: Habe die Ehre... und pass auf, dass du da ned weh tuast bei bei dein narrischen Sport... weil irgendwer muas ja meine Pension zahln...

Witzig wars - eben eine nette Anektote, die sich während des Sportes ergab und bewies, dass alte Menschen durchaus schlagfertig sein können und nicht bloß bösartige Suderanten sind, die das Leben allzu ernst nehmen.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Montag, November 27, 2006

The show must go on

Am 27. Oktober d. J. schredderte ich mir beim parkouren meinen Rücken (Thorax-, Hüft- und Bandscheibenbereich). Am 27. November d. J. konnte ich endlich wieder die erste Parkour-Session seit einem Monat starten. Nicht ganz schmerzfrei - aber stilvoll. Auf den ersten beiden Drittel konnte sogar das Tempo von "vor dem Unfall" gehalten werden - das letzte Drittel musste dann etwas gemütlicher gelaufen werden, da der rechte Hüftbereich noch nicht voll belastet werden sollte.

Jedoch: Die Chancen stehen nun gut, dass die Kondition über den Winter hinweg, durch "leichtes" parkouren, sowie ausreichend Lauf- und Krafttraining, "konserviert" werden kann. Damit ab dem nächsten Frühjahr wieder exzessiv parkourt werden kann - inklusive Shooting des ersten, eigenen Parkour-Videos... welches natürlich die LeserInnen von "Planeta Eskoria" zuerst zu sehen bekommen werden.

Lieber ein halbes Jahr kein Sex als ein Monat ohne Parkour (ob mit oder ohne Achtung-Ironie-Schild sei dahingestellt)!


Die Grafik "http://parkour.io.com.ua/img_p/00002450_1.jpg" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält.

gracias por parkour ahì

Miguel de Cervantes

Freitag, Oktober 27, 2006

Verletzte Produktivität

Im Nachhinein weiß man es natürlich immer besser... und ja, noch einmal würde ich nicht so gedankenlos sein und es besser machen. Doch nun ist es geschehen und ich trage die Konsequenzen. Nein, tragen tu ich sie natürlich nicht - ertragen ist das richtige Wort hierfür.

Ein Sprung auf meiner gewohnten Parcour-Runde, bereits zehnmal gemacht, noch nie etwas passiert. Nicht mal so hoch... 2 Meter knapp, Landung in einer Wiese. Und doch genügt ein Moment der Unachtsamkeit, ein kleiner Ausrutscher und schon hat man das Gefühl, das Knochengerüst eines 70jährigen zu haben. Nun verstehe ich, warum alte Menschen oft so böse sind - ganz einfach, weil sie Rückenschmerzen haben, dass die Hälfte auch genügen würde.

Nun denn, man merkt eindeutig: Das war nicht gut - da ist was passiert. Wenn man mit 22 Jahren spürt, dass man Bandscheiben hat, dann ist das kein gutes Zeichen. Es bleibt zu hoffen, dass es besser wird, da ich nur recht ungern ins Krankenhaus fahren würde, um mich röntgen zu lassen. Gehen auf Krücken und ansonsten Ruhe für den Rücken müssten doch auch genügen. Die Parcour-Saison ist aber nun endgültig vorbei - selbstauferlegtes Sportverbot für mindestens 1 Woche und danach auch nur gemütliches Laufen. Ansonsten, man muss einen Schutzmechanismus einbauen, werde ich mir als Strafe selbst auf die Nase hauen. Denn Strafe muss sein - selbst schuld, Blödmann!

Aber wie könnte es anders sein: Selbst eine Rückenverletzung hat ihr Gutes. Klar, Pläne fürs Wochenende fallen ins Wasser, wenn man nicht einmal 10 Meter gehen kann, ohne zu fluchen wie ein Seemann. Langweilig ist es - langweilig und dennoch schmerzvoll...

... aber es hat auch was Gutes. Man hat endlich mal die Zeit und keine Ausreden, um wichtige Sachen zu erledigen. Nach kleiner PC-Umstellung ist man soweit und beginnt im liegen zu schreiben. Ein Interview, mehrere Beiträge für ein Unternehmensbuch, Berichte von Vorträgen... schnell sind 17 Seiten zu Papier gebracht und man hatte dieses Mal wirklich nichts besseres vor, als eben diese gerade erledigte Arbeit. Ganz ohne schlechtes Gewissen ob der Produktivität. Ganz ohne wehmütiges Nachdenken, was man nicht alles stattdessen machen hätte können.

Sollte ich jemals eine Doktorarbeit oder etwas dergleichen schreiben, so werde ich mein Möglichstes tun, um irgend ein kurzfristiges körperliches Gebrechen zu bekommen - denn so produktiv wie jetzt, als kurzzeit-Invalide, war ich selten - zumindest was die Schreibarbeit anbelangt. Trotzdem würde ich keinem raten, es mir gleich zu tun. Denn durch so einen kleinen Parcour-Unfall kann noch viel schlimmeres entstehen, als ein paar Tage Rückenschmerzen. Es liegt den Leser/Innen frei, mir den "Depp des Monats" Preis zu überreichen - im Sinne meines ohnehin veretzten Stolzes plädiere ich aber dafür, davon abzusehen. Ausnahmsweise... weil ich es bin...

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Freitag, Oktober 20, 2006

Parcour-Sounds

Nachdem die heurige Parcour-Saison (fast) vorbei ist, fand ich es an der Zeit, etwas zu rekapitulieren. Zumindest in musikalischer Hinsicht. Und so machte ich mich auf, um in den weiten den Internetz, genauer gesagt auf YOUTUBE, einigen Songs nachzuspüren, die ich in den vergangenen Monaten während meiner Sessions so häufig lauschte.

Da wäre zum einen die "Asian Dub Foundation" mit ihrem Klassiker "Fortress Europe". Speediger Sound, über das "Dub" in der Foundation lässt sich wohl etwas streiten - aber nichts desto trotz, dieser Song pusht. Nicht nur mental.

In der eher metallastigen und kantigen Ecke fand sich "Mother" von Danzig. Der Lyric kann einem gefallen oder nicht... unbestritten bleibt: dieser Song rockt - und zwar höllisch. Wer bei den Klängen der Band oder dem Gesang von ex-"Misfit" und "Evil Elvis" Glenn Danzig (übrigens trotz martialischen Gehabes nur 1,60 m klein) noch immer cool as ice bleibt, dem kann man echt nicht mehr helfen. Der Song wäre der perfekte Soundtrack, um mit einem "Hummer"-Truck sämtliche Gartenzwerge aus Nachbars Garten über den Haufen zu fahren.

Die "Sex Pistols" konnte ich schon immer gut leiden - wohl hauptsächlich, weil Sid Vicious noch ein schlechterer Bassist war, als ich es bin. Doch da es nicht immer punkig sein sollte, war ich auch mit den "Dub Pistols" mehr als zufrieden. Etwa mit dem Song "Official Chemical". Und wenn ich vorher der "Asian Dub Foundation" das Wörtchen "Dub" ein Wenig absprechen wollte, so gelingt mir dies in diesem Fall nicht mehr. Smooth.

Ein Wenig Punkrock darf natürlich auch nie fehlen. Etwa mit dem Song "Animal liberation" von "Los Fastidios". Italienisch für Anfänger und Oi-Punk in Einem. Und wenn man die Italiener bringt, dann darf man auf die Spanier in Form von "Ska-P" und ihren Song "Solamente por pensar" nicht vergessen. Carlo Giuliani pagò? Damn, ja, der Typ bezahlte wirklich - wie man erschreckend deutlich an einigen Bildern im Video sehen kann. Da kann man wohl wirklich nur mehr "No te calles" anmerken!

Und abgeschlossen wird der Reigen mit den "Descendents". Der Band war zwar nie der große Durchbruch gelungen, doch wie Fat Mike von "NoFX" so treffend in einer Liedzeile sang - "the first time I saw the Descendents, they where the fastest band I´ve ever seen..." - "When I get old".

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Samstag, Oktober 14, 2006

All the leaves are brown...

... and the sky is grey. Erraten, es geht darum, dass der Herbst nun endgültig die Oberhand gegenüber der Wärme des Spätsommers erhalten wird und infolgedessen der kalte Winter wieder unbarmherzig über uns alle, wie ein böser Alptraum, hereinbrechen wird. Doch eigentlich mochte ich den Winter immer - zumindest ein Wenig.

Doch denke ich nun an den Winter folgt der Unmut. Denn soviel Realist muss man sein - mein liebstes Hobby funktioniert im Winter einfach nicht. Parcouring im Winter ist ätzend. Das kann man vergessen. Ein Katzensprung über ein vereistes Geländer? Ja, spinnt denn die Welt! Nein, das funktioniert nicht, wenn einem seine Gesundheit lieb ist. Und die mag ich nun einmal.

Und so beging ich in den letzten Tagen ein fulminantes "Abschlusskonzert" der diesjährigen Parcouring-Saison. Sprang noch einmal über sämtliche Geländer, über die ich im laufe der vergangen Monate so oft gesprungen war. Lief noch einmal die Strecken ab, die ich nun ebenso im Schlaf kenne, wie mein Zimmer. Kletterte über Mauern, deren Ritzen und Vorsprünge ich schon zuvor nutzte und deren Kanten mir die Ellbogen aufrissen.

Parcour - das ist nicht nur Sport. Parcour ist Herausforderung, Parcour ist Abschalten, Parcour, das ist das Überwinden von Hindernissen. Das Überwinden von körperlichen aber auch geistigen Hindernissen. Denn so wie man die Angst vor einem weiten Sprung überwindet, so überwindet man auch persönliche Ängste. Ängste vor der Zukunft. Ängste davor, eines Tages nicht mehr auf die eigenen Talente vertrauen zu können. Ängste davor, dass der eigene Einsatz in beruflicher und privater Ebene nicht mehr ausreichen könnte. Parcour - das ist eine Form der Mediationen, bei der man jedoch immer wach sein muss. Parcour - es ist ein Ausschnitt aus dem Leben, welcher soviele einzelne Aspekte beinhaltet, so variantenreich ist, wie es das Leben an sich ist. Ich werde ihn ein Wenig vermissen - doch der nächste Frühling kommt bestimmt und mit ihm wieder endlose Stunden am Parcour des Lebens. Und bis dahin werde ich meine pure Freude damit haben, sämtliche noch ausständigen Lehrveranstaltungen für den Abschluss zu absolvieren.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes