Posts mit dem Label Corporate Fiesheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Corporate Fiesheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, März 20, 2007

Privatisierung als (Teil)Unfug

Der aktuelle Fall der möglichen Übernahme der ehemals staatlichen Böhler Uddeholm durch den britischen Investmentfonds CVC Capital Partners wird einmal mehr die Diskussion zur Sinnhaftigkeit von Privatisierungen in Bewegung bringen. Privatisierungen sind per-se nichts Schlechtes, sie müssen jedoch, wenn sie durchgeführt werden, verantwortungsbewusst und vor allem unter betriebs- und volkswirtschaftlich ausgewogenen Gesichtspunkten erfolgen.

Dies war in der Vergangenheit wohl nicht immer der Fall. Nach der Verstaatlichtenkrise, an dem die Mißwirtschaft und Versorgungsposten ihren Höhepunkt erreichten, wurden die staatlichen Betriebe durch massive "Geldspritzen" von Seiten der Republik modernisiert und somit zukunftsfähig gemacht. Doch anstatt nun die Früchte der Investitionen, die Erträge von modernen Betrieben, zu "genießen", wurde damit begonnen, die teuer sanierten Betriebe unter Wert zu verkaufen. Denn immerhin: eine kleine Budgetkosmetik am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen... zumindest jene des jeweiligen Finanzministers und möglicher privater Investoren, die die Chance zur schnellen Bereicherung sehen.

Der Anfang wurde bereits von den SPÖ Kanzlern Vranitzky und Klima gesetzt. Die schwarz-blau-orangen Regierungen führten diese Politik zügig und exzessiv fort. Sie hatten eben noch weniger ideologische Bedenken und machten auch nie einen Hehl daraus.

Es mag in Ordnung sein, dass sich die Republik Österreich von der Austria Tabak getrennt hat, auch wenn dieses Unternehmen, nun Teil des Gallaher-Konzernes, ein wahrer Geldesel ist. Hier lässt sich die Privatisierung zumindest moralisch begründen. Denn wäre es moralisch vertretbar, wenn die Republik einen Betrieb besitzen würde, der Produkte herstellt, die nachweislich die Gesundheit gefährden - und dazu noch zu Impotenz führen können?

Bei Stahlbetrieben wie Böhler Uddeholm oder der VOEST sehe ich den Verkauf von Staatsanteilen jedoch als groben Unfug an. Die Unternehmen lieferten, nach der teuren Sanierung, bereits vor den Verkäufen nette Gewinne ab. Zusätzlich war voraus zu sehen, dass die wirtschaftliche Entwicklung von Asien (v. a. China) zu einem wahren Boom in der Stahlindustrie führen würde. Es ist Aufgabe des normativen und strategischen Managements, zukünftige Gewinnpotenziale frühzeitig zu erkennen. Und was tat die Republik Österreich als Anteilseigner jener Betriebe? Entgegen aller volks- und betriebswirtschaftlicher Vernunft? Die Republik verkaufte ihre Anteile an gewinnbringenden Betrieben mit großartigen Zukunftsperspektiven weit unter Wert. Kein Privatmensch würde so unvernünftig mit seinem Vermögen umgehen. Die Republik Österreich, vertreten durch die jeweiligen Regierungsparteien, handelte jedoch unvernünftig.

Natürlich kann man nun einwenden, dass "der Staat kein guter Unternehmer" sei. Dies ist ein Stereotyp, welches ich nicht befürworten, noch verleugnen will. Doch eines will ich anmerken: Der Staat mag vielleicht kein guter Unternehmer sein, ein guter Eigentümer könnte er aber allemal sein. Doch dies würde voraus setzen, dass die Handelnden Akteure einen Betrieb anhand von betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Überlegungen betrachten und nicht durch die ideologische Brille betrachtet. Die gesamte Thematik erinnert mich etwas an die Geschichte mit der Gans, die goldene Eier legt. Und wer sie schlachtet handelt, gelinde gesagt, nicht sehr intelligent. Gradmesser für Privatisierungen sollte immer eine rationelle Analyse der Sinnhaftigkeit einer solchen sein - dies vermisse ich leider. Und wenn nun vermehrt ein weiterer Rückzug der Republik aus OMV-Anteilen angedacht wird, so befürchte ich, dass der Unfug weiter seinen Lauf nimmt - und damit Vermögen der Republik weiter unter Wert versilbert wird. Vermögen der Republik ist, als Staatsbürger, auch mein Vermögen. Meine Interessen nach sorgsamen Umgang mit diesem Vermögen werden also, aus meiner Sicht, nicht gewahrt.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Sonntag, Jänner 21, 2007

Der Schmäh mit der Verantwortung

Das soziale Ungleichgewichte hauptsächlich darin begründet sind, dass der freie Markt doch nicht alles zur Zufriedenheit regelt und es bisweilen krasse "Verteilungsprobleme" gibt, dürfte allgemein bekannt sein. Besonders markant lassen sich diese "Verteilungsprobleme" in den Gehältern von Managern feststellen - wenn man sie in Relation zu den durchschnittlichen Löhnen/Gehältern von "normalen" Menschen setzt.

Ist es eine Art gottgegebene Erscheinung, dass ein hochrangiger Manager ein Vielfaches von dem verdient, was ein "Normalsterblicher" zu erwarten hat? Sind diese Spitzengagen gerechtfertigt? Und vor allem, wie werden sie legitimiert?

Es sind vor allem zwei Aspekte, die zur Rechtfertigung von astronomischen Gehältern heran gezogen werden. Der erste Aspekt ist der Faktor Zeit. Hochrangige Manager haben keinen 8-Stunden-Tag. Dies können wir als Tatsache festlegen. Doch lässt sich die Arbeit von hochrangigen Managern, in ihrer Intensität, mit der eines Hilfsarbeiters vergleichen? Ich vertrete die These, dass man hierbei die sprichwörtlichen Äpfel und Birnen vergleichen würde. Denn die 8 Stunden eines Hilfsarbeiters sind in ihrer Intensität bei weitem komprimierter als jene Arbeitszeit, von Managern - zu deren Arbeitszeit ja auch Geschäftsessen, Golfspielen mit der Kundschaft usw. usf. gezählt werden. Also hinkt die Legitimation der Mehrarbeit, in vielen Fällen, doch einigermaßen.

Der zweite Aspekt ist das Thema Verantwortung. Manager tragen, so der öffentliche Diskurs, ein hohes Maß an Verantwortung, welche ihnen durch monetäre Leistungen abgegolten werden. Doch wie sieht diese Verantwortung in der Praxis aus? Versagt ein Manager im Job, so verliert er ihn. In vielen Fällen wird ihm der Abschied durch einen wahrhaft goldenen Handshake schmackhaft gemacht. Also klar: Wer scheiße baut, der verliert seinen Job - verdient aber in einigen Fällen sogar noch recht gut daran.

Frage: Was passiert wohl mit einem "gewöhnlichen" Angestellten, der in seiner Arbeit "versagt". Kurze Überlegung... ja, ich denke man weiß, was jetzt kommt. Wer scheiße baut, der verliert seinen Job. Nicht mit einem goldenen Handshake, sondern einfach mit dem blauen Brief. Wo ist also der Unterschied? "Normalen" Mitarbeitern wird ihre Last der Verantwortung nicht abgegolten. Hochrangige Manager haben also die selben Auswirkungen für ihr etwaiges Scheitern zu erwarten, bekommen aber mehr Geld dafür und kassieren sogar noch bei Versagen.

Und wenn das Versagen wirklich grauenhaft erschreckend war... dann passiert... wie wir etwa am Beispiel des gescheiterten Bankers Elsner sehen... gar nichts. Denn Kraft ihrer monetären Ressourcen haben solche Menschen auch vom Gesetz nur wenig zu befürchten. Gleich sind wir nämlich alle, manche halt ein wenig gleicher.

Und zu guter Letzt: Die Vertreter der freien (oder vielleicht gar neoliberalen) Marktwirtschaft propagieren das Leistungsdenken bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Doch leistet ein hochrangiger Manager wirklich, nehmen wir einmal an, 30mal mehr Leistung als ein anderer Mensch, was ein 30fach höheres Gehalt rechtfertigen würde? Ich denke wohl nicht und aus diesem Grund erfährt das Leistungsdenken einen schalen Beigeschmack. Denn wie es scheint, gilt es nur bedingt.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Donnerstag, Jänner 18, 2007

Blizzard und Kreuzzug

Bei dem Titel könnte man an zweierlei Dinge denken. Der "Blizzard" könnte auf den herannahenden Sturm "Kyrill" verweisen, der "Kreuzzug" auf das Verhältnis zwischen Christentum und Islam. Wie gesagt... könnte. Aber weit gefehlt. Thema des Postings ist das Addon "Burning Crusade" (dtsch. "Der Brennende Kreuzzug") zum MMORPG-Spiel "World of Warcraft". Und Hersteller dieses Spieles ist nun einmal "Blizzard". Rätsel gelöst, die Spannung fällt und, wer will, kann enttäuscht, frustriert oder erleichtert weitersurfen in den Weiten des Internet. : Und wer schon immer wissen wollte, was ein MMORPG ist... darunter versteht man ein Massively Multiplayer Online Role-Playing Game.

Es liegt mir im Normalfall fern, Unternehmen lob zu spenden. Aber ich komme nicht umhin "Blizzard" etwas zu bejubeln. Nicht weil ich dieses Unternehmen sonderlich mag, oder weil ich ein Fan von Online-Spielen wäre, sondern einfach deshalb, weil ich ihr Marketing ziemlich beeindruckend finde.

"Blizzard" hat es hervorragend geschafft, durch immer neue Gerüchte und Erscheinungstermine, einen wahren Hype zu "dem langerwarteten Addon des erfolgreichsten Online-RPG´s" zu kreiren. Die Erscheinung wurde immer wieder verschoben, die "Fans" des Spieles wurden mit Screenshots und Geschichten warm gehalten. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn die ersten Ausgaben des Addons verkauft werden, wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.

Hinzu kommt natürlich, dass "Blizzard" den Handel mit Kontigenten beliefert, die weit unter der Nachfrage liegen. So gerät der bloße Kauf des Addons zur wahren Queste. Erwähnung in Fachmagazinen und Printprodukten, in Weblogs und Foren inklusive. "Gratiswerbung" und die Nachfrage wird weiter angeheizt. Das Attribut "Gelddruckmaschine" war für mich früher nur dem IKEA-Konzern vorbehalten, der Computerspielehersteller "Blizzard" hat sich nun dazu gesellt.

Auf das Generationen von Computerspieleverrrückten weiterhin ihre Freizeit vor dem Bildschirm verbringen werden und das "real life" meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Suchterscheinungen inklusive.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Sonntag, Dezember 03, 2006

Name: IPod; Geburtsort: ???

Wer schon immer mal wissen wollte, aus welcher Ecke der Erde sein stylischer IPod, für den man bei genauerer Betrachtung zu viel bezahlte und einmal mehr ums Ohr gehauen wurde, herkommt, dem sei der folgende Link angeraten.

LINK: IPods Geburtsort - Strammstehen für den IPod


Dazu gibt es noch nette Hintergrundinformationen zu seiner Herstellung, die aber den hohen Marktpreis dieser Apple MP3 Player so irgendwie überhaupt nicht rechtfertigen. Da bin ich nun beinahe froh, dass mein MP3 Player so ein unstylisches und ungebrandetes Ding ist. Natürlich, mein MP3 Player wurde wohl auch in einem Sweatshop hergestellt - doch ich kann mich zumindest damit trösten, dass die Schieflage des Preis/Leistungsverhältnisses nicht so hoch ist, als würde ich ein Apple-Gerät erwerben. Enjoy!

Die Grafik "http://origin.arstechnica.com/journals/apple.media/foxconn.jpg" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Donnerstag, Juni 01, 2006

Coca-Cola Boykott

Ja, schön langsam aber sicher wird es dünn in der Palette der Softdrinks, die ich noch ruhigen Gewissens trinken kann. Red Bull boykottiere ich schon lange, nicht erst, seit der Mateschitz-Konzern mein Fußballteam aufgekauft und liquidiert hat. Schweine! Aber es ist ja nicht nur deswegen… ich habe schließlich auch was dagegen, für ein schlechtes Produkt zu viel zu bezahlen. Wäre auch idiotisch.

Aber ich schweife ab. Es geht ja um Coca-Cola in diesem Artikel. Und darum, warum ich versuche, ab nun den Konzern zu boykottieren. Ganz einfach, diese Drecksäcke legen sich mit „meinen“ Indern an. Ich mag Inder, ich mag Indien und ich mag gewiss keinen Konzern, der „meinen“ Indern das Wasser klaut oder verseucht. Aber eben dies macht der Coca-Cola Konzern mit seinen Abfüllanlagen.

Pro 0,33 Liter Flasche Kohle benötigt die Reinigung der Flaschen einen Liter Wasser. Bei einer Abfüllleistung von 600 Flaschen pro Minute, macht dies 600 Liter aus. Auf den ganzen Tag, die ganze Woche, das ganze Jahr, die Zeit seit 1998 gerechnet macht dies dann… lassen Sie mich rechnen… ein Absenken des Grundwasserspiegels, giftige Brühen aus den Wasserleitungen, verdörrte Felder, zerstörte Existenzen und einige richtig wütende Dorfbewohner aus. Eine schöne Schweinerei, nicht? Und alles nur dafür, dass sich der Konzern ein paar Prozentpunkte in den Kostenstellen „spart“.

Die Menschen der betroffenen Gebiete wurden anfangs durch das Versprechen des Fortschrittes getäuscht. Doch der Fortschritt stellte sich nicht ein. Der Widerstand formiert sich seit geraumer Zeit. Das oberste indische Gericht gab den Dorfbewohnern bereits in vielen Punkten Recht. Doch dies bringt ihnen nichts. Proteste gegen den Coca-Cola Konzern werden von Polizisten blutig niedergeknüppelt. Polizisten, die eigentlich zum Schutz der Bevölkerung da wären. Aber ist es nicht immer so? Die Polizei, die Schutzarmee der Reichen, bezahlt durch die Gelder der Armen und eingesetzt gegen sie. Auch in Indien.

Eine besonderes Armutszeichen des Konzerns: Der Konzern verletzt sogar die sehr niedrigen Umweltgesetze Indiens in extremen Ausmaßen. Ein Umstand, der schlicht als kriminell zu bezeichnen ist. Doch der Widerstand geht weiter. Und ob es was nützt, wenn ich auf die Segnungen dieses Softdrinks verzichte? Wer weiß, meinen Blutzuckerwerten wird es sicher nicht schaden. Mehr zu diesem Thema kann unter folgendem Link nachgelesen werden: Weiteres zum Thema

ähnliches Thema: Coca-Cola, die WM und Kolumbien

Die Grafik "http://www.labournet.de/internationales/co/cocacola/cc-plakat-no2-endg%FCltig.jpg" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält.

Mi boicot de Coca-Cola

Sí, amablemente despacio en efecto esto adelgaza en la paleta de los refrescos que todavía puedo beber de la conciencia tranquila. El RED BULL que boicoteo durante mucho tiempo, no sólo, desde el grupo Mateschitz ha comprado en grandes cantidades mi equipo de fútbol y ha liquidado. Cerdos! Pero no es sólo tan? Tengo, al final, también que pagar demasiado para un producto malo. Sería también idiota.

Pero me desvío. Es sobre la Coca-Cola en este artículo. Y por lo tanto, por qué trato de boicotear del grupo ahora. Completamente simplemente, estos bastardos sucios enredan "con mis" indios. Me gusta el indio, me gusta India y no me gusta en efecto ningún grupo que pellizca "a mis" indios el agua o contamina. Pero sólo este se agrupa realmente con sus arreglos de relleno a la Coca-Cola.

Por 0.33 litros de la botella del coque la limpieza de las botellas necesita 1 litro del agua. Con un logro que se llena de 600 botellas por minuto, este 600 litros saca. Entonces para el día entero, la semana entera, el año entero, el tiempo desde 1998 calculó este ... los resultados bajan el nivel de agua subterránea, caldos tóxicos de las cañerías, contaminó campos, existencias destruidas y unos realmente furiosos y enojados de aldeanos. Un lío agradable, no? Y todo sólo para el hecho que el grupo "salva" unos puntos de por ciento en los centros de costes.

Al principio la gente de las áreas afectadas fue engañada por la promesa del progreso. Sin embargo, el progreso no apareció. La oposición se forma desde bastante mucho tiempo. El tribunal indio más alto estuvo de acuerdo con los aldeanos ya en muchos puntos. Sin embargo, este no les trae nada. Las protestas contra el grupo de Coca-Cola están colpe abajo sangriento por los policías. Los policías que estarían allí, realmente, para la protección de la población. Sin embargo, es no siempre el mismo juego? La policía, el ejército protector de los ricos, pagados por el dinero de la gente pobre y usado contra ellos. También en India.

Un signo de pobreza especial del grupo de Coca-Cola: el grupo perjudica hasta las leyes ambientales muy bajas de India en magnitudes extremas. Un hecho que debe ser simplemente llamado el criminal. Sin embargo, la oposición continúa. Y si usa esto y si yo renuncie las bendiciones de este refresco? Quién sabe, a mis valores de glucosa de sangre que esto no dañará seguramente.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes