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Freitag, April 20, 2007

Von Sympathie, Gegengeschäften und kiffenden Osterhasen

Die "Causa Eurofighter" wird immer bunter. Und auch für Humor ist immer etwas Platz darunter. Mein Spitzenreiter der Woche war Frau Wolf´s Aussage, dass Steininger Zahlungen "aus Sympathie" erfolgt sind. Da musste ich herzhaft lachen. Denn immerhin bin ich, auch objektiv betrachtet, ein irrsinnig sympathischer Mensch. Aber hat mir das schon einmal einen Haufen an Kohle eingebracht? Nein! Ja, ein paar Bier vielleicht... das wars dann aber auch schon. Aber vielleicht sollte ich mir einfach andere Freunde suchen. Solche, die all die Sympathie, die sich in mir vereint, auch monetär zu schätzen wissen.

Der EADS-Konzern, der seine Felle schön langsam davon schwimmen sieht, geht nun in die Offensive. So will er die Republik, bei etwaiger Auflösung des Vertrages, klagen. Das ist ja ganz was Neues. Damit hat wohl niemand gerechnet. Also diese Leute von EADS können echt so überraschend sein. Genauso überraschend wie das auf jeden Sonntag ein Montag folgt.

Aber auch bei den Gegengeschäften soll Druck gemacht werden. Da könnten wohl einige platzen. Oje, damit hat es sich wohl mit der "guten Performance" der österreichischen Wirtschaft. Die Republik Österreich sollte, vorsichtshalber, schon einmal um Entwicklungshilfekredite der Weltbank anfragen. Minister Molterer hat, beim dieswöchigen Besuch, sicher tolle Kontakte knüpfen können. Und um Nahrungsmittelspenden sollten wir auch bitten, auf das die Bevölkerung, nach Entzug der ach so tollen Gegengeschäfte, nicht den Hungerstot sterben muss. Denn die Gegengeschäfte dürfen nicht unterschätzt werden. Sie sind real.

Real? Ja, denn auch das Christkind gibt es wirklich. Es führt eine eingetragene Partnerschaft mit dem Weihnachtsmann. Fettkloss und Neutrum dürfen nämlich nicht heiraten. Der Osterhase? Der ist gerade am Ende seiner Pubertät angelangt. An Wochenenden fährt er gerne, gemeinsam mit dem Nikolo, nach Amsterdam. Dort gehen sie in die berühmten Coffee-Shops beim Hauptbahnhof und rauchen den lieben langen Tag lang Joints. Denn der Osterhase liebt es zu kiffen und der Nikolo würde ihm selbst in die Hölle folgen. Aber auch "Wirtschaftsplattformen", die Kampfjets für die Republik Österreich finanzieren, sind absolut real. Nun ja...

... aber den Krampus gibt es mit Bestimmtheit nicht. Denke ich zumindest.

gracias por estar ahì

Michael Moser

Donnerstag, April 12, 2007

Von Kärntnern, Karl Kraus und Hundeleben

Die Verpackung von Cornflakes enthält mehr Nährstoffe als ihr Inhalt. Darüber ließe sich zwar streiten, doch beweist mir erstmal das Gegenteil. Mit der Politik verhält es sich ja oftmals genau so. Da übersteigt der Schein das Sein beizeiten bei Weitem. Etwa beim BZÖ, welches nicht davor zurückschreckte, einen Antrag auf Abschiebung von Helmut Elsner aus Kärnten zu stellen. Wie zu erwarten wurde dieser Antrag, richtigerweise, abgeschmettert. Man kann aber feststellen, dass nicht Wien, sondern Kärnten anders ist. Den Vorwurf der Lächerlichkeit kann man jedoch für solche Parteien getrost tätigen. Lächerliches wird im englischen als "ridiculous" bezeichnet. Dies darf aber nicht mit dem französischen "ridicule" verwechselt werden, was eine abfällige Bezeichnung für eine spezielle Damenhandtasche gegen Ende des 19. Jahrhunderts war.

Doch wenn wir auf das Kärntner BZÖ zurück kommen, dann fällt mir immer das folgende Karl Kraus Zitat ein: "Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen Schatten." Das hat er gesagt, der Karl Kraus. Karl Kraus war übrigens kein Kärntner, sondern wurde im heutigen Tschechien geboren. Gemeinhin wird er als sehr gescheiter Typ betrachtet. Doch wenn er so gescheit war, der Karl, dann frage ich mich schon, warum er nicht mehr lebt, der Kraus?

Nun ja, ist ja Blödsinn. Die Lebenserwartung hat ja nur bedingt etwas mit Intelligenz zu tun. Karl Kraus wäre mittlerweile ja beinahe 133 Jahre alt. Solch biblisches Alter erreichen nicht einmal die Menschen auf Okinawa. Wenngleich auf dieser japanischen Insel, im Vergleich zu westlichen Kulturen, mehr als viermal so viele Hundertjährige leben. Aber beinahe 133 Jahre, das wäre dann schon übertrieben. Das wollen wir niemandem zumuten.

Wenn wir davon ausgehen würden, dass ein Menschenjahr sieben Hundejahre entspricht, so wären dies sogar beinahe 931 Hundejahre. Also fast ein Hundejahrtausend. Wiewohl das ganze Ding mit den Hundejahren ja völliger Quatsch ist. Ein Jahr ist ein Jahr und bleibt ein Jahr - auch wenn Zeit relativ ist. Hunde leben einfach nicht so lange wie Menschen und dies ist nur fair. Habt ihr euch mal angesehen, wie schön es Hunde, zumindest im westlichen Kulturkreis, haben? Da ist es nur recht und billig dass sie, als ausgleichende Gerechtigkeit, früher als Menschen oder Papageien, über den Jordan schreiten.

Reinrassige Hunde haben übrigens, wegen Überzüchtung, ein erhöhtes Krankheits- und Todesrisiko. Ganz zu schweigen von psychischen Störungen. In diesem Fall ist wohl auch die Verpackung besser als der Inhalt. Wo sich nun der Kreis schließt und wir die Verbindung zum BZÖ hergestellt haben.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Dienstag, April 10, 2007

Super-Alex, Sitcom-Politik und Muppets

Heute ist es soweit. Der ORF geht in die nächste Runde. Der neue ORF, wie Super-Alex Wrabetz gerne betont, wenn er freudig strahlend Interviews gibt. Endlich geht es los - und wir werden in Zukunft von "neuer ORF"-Werbung verschont bleiben. Das war aber auch zu penetrant in letzter Zeit...

Mit im Programm eine neue, österreichische Daily-Soap. Na schaun wir mal, ob das was kann. Was aber noch abgeht, und woran Super-Alex Wrabetz und seine Direktoren nicht gedacht haben, ist eine Polit-Sitcom. Alleine die österreichische Innenpolitik würde genug Beispiele bieten. Mir schwebt da so etwas wie "Die liebe große Koalition" im Southpark Stil vor. Fragt sich wer, wie Kenny, am Ende jeder Folge den Serientod sterben muss?

Aber es gäbe auch genug Anleihen um internationale Specials zu bieten. Etwa zur Zeit George Dubya Bush und Tony Blair als alte, motzende Muppets auf dem Balkon - die zwei Alten eben - und zwar weil sie den Zenit ihrer Regierungszeit längst überschritten haben. Die restlichen Regierungschefs der EU als Fraggles, die zwar Unsinn machen, aber an nichts schuld sein wollen und damit das tolle EU-Projekt mehr und mehr in Misskritik bringen. Die kommunistischen Regime Asiens als Dozer, das waren die kleinen Dinger bei den Fraggles, die immer Zeugs bauten und nicht wussten wieso. Dazu noch fünfzehn feige Soldatlein mit britischem Akzent und Monty Pythons Humoranleihen. Fehlt noch ein großer, böser, tollwütigen und zutiefst dämlicher Wolf, welcher unschwer als Mahmoud Ahmedinadschad erkennbar ist.

Am Ende jeder Folge, wenn sich die Apokalypse in ihrer Absurdität nähert, könnten ja Kasperl und Pezi-Bär, der kleine Wicht (der Opa von "Bruno", dem toten Braunbären), erscheinen. Denn spätestens nach dem echten oder vermeintlichen Doping-Skandal von Turin sind die beiden wild auf Anabolika und haben übermenschliche Kräfte. Dann gibt es Ohrfeigen für den bösen Wolf, die Dozer werden dazu angehalten arbeitsrechtliche Vorschriften einzuhalten, die Fraggles werden zur Ordnung gerufen... und nun ja, die beiden Muppets George Dubya Bush und Tony Blair werden auf einen noch höheren Balkon verbannt, auf das ihr Gemotze nicht weiter stören wird. Denn die Anabolika-Jungs, Kasperl und Pezi, verkörpern die wiedererstarkte UNO. Ziemlich genial, oder?

Lieber Super-Alex Wrabetz. Wenn du am Konzept interessiert bist, dann bin ich gerne zu Verhandlungen bereit. Ich schreibe auch gerne das Drehbuch, denn spätestens nach einigen facheinschlägigen Uni-Lehrveranstaltungen weiß ich nun auch, was man mit Begriffen wie "OFF" verbindet. Lieber Super-Alex, zögere nicht! Denn wartest du zu lange, dann könnte vielleicht ATV anklopfen. Denn die brauchen sicherlich ein Nachfolge-Programm für "Volltrottel-Das Fußballmagazin"... ach ja, Jim Henson bescheißen wir einfach. Der bekommt keine Tantiemen für seine Muppets. Nicht weil wir es können, sondern einfach weil wir mutig genug dazu sind.

Ach ja. Ich hätte auch ein paar tolle Ideen für Product-Placement. Wir könnten in jeder Folge einen Eurofighter fliegen lassen, der Medikamente nach Afrika bringt. EADS hat Sympathien bitter nötig. Pezi-Bär könnte in jeder Folge Recheis-Nudeln essen. George Dubya Bush und Tony Blair könnten Red Bull trinken. Die Dozer könnten mit Wienerberger Ziegel bauen. Die Fraggles könnten als Liebhaber österreichsicher Schnitzel dargestellt werden. Und vor dem bösen Mahmoud Ahmadinedschaf Wolf könnte man sich mit Vandal-Gelsensteckern schützen. Und am Ende jeder Woche könnte, durch kostenpflichtiges Publikumsvoting, der Liebling der Woche gekürt werden. Natürlich verbunden mit einem Gewinnspiel, in dem ein romantisches Wohlfühlwochenende in der Therme Loipersdorf gewonnen werden kann. Wie man sieht... ich habe an alles gedacht.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Dienstag, Februar 06, 2007

"Der Herr der Kanzlerschaft"

Es geschah, als ich einmal mehr genötigt wurde, mir den Film mit den zwei Schwulen am Berg anzusehen. Nein, die Rede ist nicht von "Brokeback Mountain" sondern vom "Herrn der Ringe". Ich konnte diesen Film noch nie sonderlich leiden, diese Einstellung änderte sich auch nicht dadurch, dass ich alle heiligen Zeiten dazu genötigt werde, wie bereits erwähnt, mir diesen Film (bzw. die Filme) anzusehen. Und so geschah es, wie es geschehen musste. Während sich die beiden Hobbits, Frodo und Samweis, immer näher kamen (küsst euch doch endlich, dann habt ihr es hinter euch) fiel der Schreiberling in einen kurzen Schlaf, der von einem Traum begleitet wurde. Nun liegt es an mir, diesen sonderlichen Traum, wiederzugeben.

Ich fand mich selbst als eine Art dritter Person wieder. Vor mir erstreckte sich eine Ebene, die von drei Gestalten bevölkert wurden. Die ersten beiden waren durchaus als Halblinge zu bezeichnen. Sie nannten sich "die Wähler" und trugen etwas bei sich, dass man als "die Kanzlerschaft" bezeichnen könnte. Ihnen voraus, mal auch hinterher, stapfte ein sonderbares Wesen. Nun begriff ich, schon im Traum, dass dieser Traum meine eigene, abgefuckte Version eines politischen "Herrn der Ringe", oder besser einem "Herrn der Kanzlerschaft" darstellen musste. Und an den Spezialeffekten wurde wieder einmal gespart. Vielen Dank an meine Phantasie.

Die beiden "Wähler" entschliefen, als die Nacht anbrach. In diesem Moment stahl sich das sonderbare Wesen fort und ich, als unbeteiligter Dritter, schlich ihm hinterher. Das Wesen ließ sich in einer Sandkiste (was hat eine Sandkiste in meinem Traum zu suchen?) nieder. Und dort entspann sich ein Monolog, der eigentlich ein Dialog war, jedoch nur vom sonderbaren Wesen getragen wurde. Klingt kompliziert, doch einfach ausgedrückt, das sonderbare Wesen splittete sich auf. Zum einen in den "Fredi", zum anderen in den "Alf" - natürlich in einer Person. Genug der Rede, auf zum Dialog:

Alf: "Meine Kanzlerschaft. Ich will sie. Um jeden Preis. Ich muss sie haben!"
Fredi: "Aber die Wähler waren so gut zum Fredi. Ich kann sie nicht betrügen. Nein... ich muss sie nicht haben, meine Kanzlerschaft."
Alf: "Doch, doch! Garstige Wähler. Sie müssen mir die Kanzlerschaft geben. Ich will sie haben. Egal wie. Meine Kanzlerschaft!"
Fredi: "Aber ich darf die Wähler nicht enttäuschen. Sie waren so nett zu Fredi. Ich muss ehrlich sein zu ihnen."
Alf: "Blödsinn. Nur die Kanzlerschaft zählt für den Alf. Versprechen sind egal. Ich will sie haben, meine Kanzlerschaft."
Fredi: "Aber wir müssen ehrlich sein. Wir haben versprochen, zu den Wählern ehrlich zu sein. Die Wähler sind unser Freund. Wir müssen gut sein zu den Wählern."
Alf: "Bahhh, pfui Versprechen. Versprechen sind nichts wert. Nur meine Kanzlerschaft ist wichtig. Ich will sie haben, jetzt. Meine Kanzlerschaft. Meine schöne, glänzende Kanzlerschaft."
Fredi: "Böser Alf. Wir müssen uns an das Halten, was wir versprochen haben..."

An dieser Stelle wurde ich, etwas unsanft, aus meinem Traum gerissen. Der "Herr der Ringe" befand sich bereits an jener Stelle, an der er circa 10 Mal endet. Wie oft kann man einen Film enden lassen? Wie die Geschichte mit dem Alf und dem Fredi im Traum ausging, kann ich leider nur mehr erraten. Und die Moral von der Geschichte? Eigenartige Träume hat man, oder nicht bzw. den "Herrn der Ringe" mag man, oder nicht. Oder so...

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Sonntag, Jänner 21, 2007

Spiel der Kenntnisnahme

Nach der heutigen Ausgabe der Sendung "Offen gesagt" bleibt nur mehr folgendes zu sagen: Ich nehme zur Kenntnis, dass Heinz-Christian Strache keine Wehrsportübungen betrieben hat, sondern einfach ein dummes Opfer seines, scheinbar unkontrollierten, "Spieltriebes" war. Auch wenn die Optik mehr als schief ist, nehme ich zur Kenntnis, dass sich Heinz-Christian Strache in seinen Begründungen öfter widerspricht als Politiker (hoppla, wieso nur?), wahrscheinlich begründet durch seinen unkontollierten "Spieltrieb". Ich nehme auch zur Kenntnis, dass Heinz-Christian Strache vor 20 Jahren der erste Mensch Österreichs war, der Paintball-Spiele spielte und kannte, wohl aufgrund seines unkontrollierten "Spieltriebes". Ich nehme zur Kenntnis, dass ein Politiker, der scheinbar einen derart unkontrollierten "Spieltrieb" hat(te), wohl eine Karikatur seiner selbst ist. Wiewohl ich auch zur Kenntnis nehme, dass gerade dieses Zündeln wieder ein paar verirrte Deppen begeistern wird.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Mittwoch, Jänner 17, 2007

Das bedrohte Österreich

Der Karrieresprung des Norbert Darabos zum nunmehrigen Verteidigungsminister Österreichs schlug hohe Wellen. Es war und ist die Rede von einem "ungeheuerlichen" Umstand, dass ein ehemaliger Zivildiener, der einst den Wehrdienst aus Gewissensgründen ablehnte, nunmehr der "Boss" des österreichischen Bundesheeres ist.

Grundsätzlich muss einmal gesagt werden, dass dieses Ministerium wohl so toll und sympathiewirksam ist, wie ein eitriger Daumen. Mit Verteidiungs- oder Kriegspolitik lassen sich wohl schwerlich Wählerstimmen gewinnen. Zumahl auch Anschaffungen in diesem Bereich, als krasses Beispiel sind die Eurofighter zu nennen, für wenig Begeisterungsstürme sorgen. So gesehen ist der Neid auf Norbert Darabos wohl nur schwer verständlich.

Besonders ein Kritikpunkt ist es, den selbsternannte Verteidigungsexperten immer anführen: Wie kann Verteidiungsminster Darabos mögliche Schießbefehle erteilen? Immerhin verweigerte er einst den "Dienst" an der Waffe und leistete stattdessen Arbeit im sozialen Bereich - die zu diesem Zeitpunkt noch 12 Monate betrug, statt der 8 Monate beim Bundesheer.

Doch wie relevant ist dieser Kritikpunkt? Ich wage zu behaupten, dass die Relevanz enden wollend ist. Denn schließlich befindet sich Österreich umgeben von Staaten, die keineswegs als Bedrohung anzusehen sind. Oder doch?

Wie wäre es mit Deutschland, als Bedrohung? Die Horden an deutschen Wintersportlern oder Bergwanderern können sicherlich einschüchtern. Aber im Grund freuen wir uns mehr über unsere Gäste, als das wir uns vor ihnen fürchten. Deutschland stellt also keine Bedrohung dar.

Tschechien? Nun ja, auch wenn die bilateralen Beziehungen von den Themen "Temelin" und "Benes-Dekrete" überschattet werden, so stehen sich die Nachbarn doch freundschaftlich gegenüber.

Beispiel Ungarn: Spätestens seit der hübschen Sissi (gespielt von Romy Schneider) sind Österreich und Ungarn auf ewig in Kitsch und Nostalgie verbunden. Nur ein Narr sieht eine Bedrohung.

Slowenien stellt auch keine Bedrohung dar. Außer vielleicht für den Kärntner Landeshauptmann und seinen Ortstafeln. Die Schweiz, die Slowakei, Italien... nein, wiederum keine Bedrohung... also ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass Norbert Darabos jemals einen Schießbefehl erteilen wird müssen.

Aber halt - ein Land haben wir vergessen. Liechtenstein! Ja, die Liechtensteiner und der Superschurke Fürst Alois stellen eine wahrhaftige Bedrohung dar. Mobilisiert Tiroler und Vorarlberger Schützenverbände, reagiert panisch und reißt euch vor Angst die Haare einzeln aus, schickt Kampfjets in die Luft... und werft Darabos aus dem Amt, denn wenn sich Superschurke Alois von Liechtenstein erst einmal dazu entschließt, eine Invasion zu starten, dann ist der Zivildiener Norbert Darabos der falsche Mann am falschen Platz. Das hierbei das "Achtung-Ironie-Schild" sehr hoch gehalten wird, sei nur am Rande erwähnt.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Donnerstag, Jänner 11, 2007

Familie Österreich kommt zum Zug

Richtig glücklich ist wohl niemand mit dem Ausgang der Regierungsbildung - es sei denn, man ist Sympathisant der Österreichischen Volkspartei oder gar Parteimitglied. Die hatten sicher ihren Heidenspass. Doch wenn der spanische Köter im letzten Artikel fies bellte, so wedelt er nunmehr wieder freudig mit dem Schwanz (wie fies ist denn diese Formulierung??? Wo bleibt die Selbstzensur???).

Zum Einen Freue ich mich über das kommende Politkabarett, dass in seine Facetten sicherlich wieder für einige Lacher sorgen wird. Wenn etwa der Sandkistenkanzler drauf kommt, dass die Dorli, obwohl er sie ganz nahe neben sich ins Kanzleramt gesetzt hat, noch immer nicht scharf auf ihn ist. Der Sandkistenkanzler ist wohl der neue Don Quijote! Oder wenn etwa der zottelige Buchinger drauf kommt, dass er in seinem Ressort keine Agenden hat, denn Arbeit und Familie haben sich die gierigen VP´ler geschnappt. Hier verhält es sich wie mit dem Kapitalismus: Man kriegt nur das, was man sich nimmt!

Aber am meisten freue ich mich für die, mir persönlich leider nicht bekannte, Familie Österreich. Denn es sind nicht etwa die Mayers, Krautschädels oder die Himmelpfortpointners, die profitieren werden - die Österreicher´s haben das große Los gezogen.

Immerhin versprechen alle Politiker, dass es den Österreichern, also den Österreichers, nach der Legislaturperiode besser gehen wird. Ich kenne sie nicht die Österreichs, wie ich ja bereits erwähnt habe, aber sie scheinen sich diese Aufmerksamkeit echt verdient zu haben. Bessere Gesetze werden gemacht werden - für die Österreichers. Da werden sie sich aber freuen!

Das Land wird viel fairer und gerechter werden, für die Österreichers. Sie werden neue, moderne Zeiten erleben, die Österreichers. Vielleicht bekommen sie ja auch das neue Apple Handy, dass unter großem Pomp propagiert wird. Dann können sie kommunizieren wie die Großen - die Österreichers. Und überhaupt, für die Österreichers wird alles besser.

Dass der Rest des Landes, jene Menschen die nicht Mitglieder der exklusiven Familie Österreich sind, dabei leer ausgehen, ist klar. Sie wissen schon: Begrenzte Ressourcen und "das müssen wir uns erst verdienen"! Aber das ist gerecht und ich bitte um Verständnis. Denn wenn die Familie Österreich profitiert, mit Papa Hans, Mama Anna, Töchterchen Anna jun. und den Zwillingen Max und Moritz samt Hündchen Killah, ja, dann geht es mir auch gut. Natürlich können sie auch anders heißen, die Österreichers, aber ich gab ihnen jetzt einfach mal diese Namen. Mir wird gerade ganz wohlig warm, beinahe adventlich, ums Herz, wenn ich an die Österreichers denke. Wie sie nun in ihrem kleinen Einfamilienhaus sitzen, der abnadelnde Weihnachtsbaum noch immer geschmückt, ein Kerzchen am Tisch. Das Hündchen liegt beim Ofen und die Kinder, mit roten Bäckchen, freuen sich samt Papi und Mami wie die Schnitzel. Denn den Österreichers wird geholfen. Vielleicht sind das nächste Mal dann die Bruntzbrügels oder Fickers dran - dieses Mal ist aber die Familie Österreich am Zug. Ich freue mich für euch, liebe Familie Österreich - lieber Hans, liebe Anna, liebe Anna jun., liebe Zwillinge Max und Moritz und lieber Köter Killah. Ihr habt es euch verdient, denn ihr seid die Helden des Alltages!

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Donnerstag, November 30, 2006

All is me, is all I need

Um eines gleich vorweg zu nehmen. Ich fordere höhere Treibstoffpreise. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund. Ich sehe es nicht ein, dass ich, der ich öffentliche Verkehrsmittel benutze, tagtäglich den Dreck, den Qualm und die Abgase der privaten PKW und LKW einatmen muss. Die Freiheit des einzelnen hört dort auf, wo sie die Freiheit des anderen berührt. Und meine Freiheit wird massivst berührt, durch all die karzinogenen Stoffe, die ich, als unverschuldetes Opfer, tagtäglich einatmen muss. Höhere Treibstoffpreise, da ich privat keinen Treibstoff verbrauche!

Ich fordere höhere Preise für Medikamente. Ich brauche keine Medikamente und benutze sie auch im seltenen Fall von Krankheit kaum. Ich bin eben ein gesunder Mensch. Wie komme ich also dazu, dass ich diese ganzen chronisch kranken mitfinanziere? Aber echt - das ist ja wohl das Letzte! Sollen die doch schauen, wie sie ihre Herz-, Krebs- und Blutdruckmittelchen herbekommen. Oder noch besser: Sie sollten sie gefälligst von Bartensteins Generica-Unternehmen kaufen.

Ich fordere höhere Krankenversicherungsbeiträge von über- oder untergewichtigen Menschen. Menschen, deren BMI nicht im Normalbereich angesiedelt ist, verursachen statistisch gesehen höhere Gesundheitskosten. Mein BMI ist ideal - ja, ich würde beinahe lehrbuchmäßig dazu sagen. Sollen die Dicken und Mageren dieses Landes eben ihre Nahrungsaufnahme unter Kontrolle bringen - oder höhere Beiträge bezahlen. Denn, Sie wissen was jetzt kommt, wie komme ich dazu, dass ich deren Fehlernährung ausbaden soll?

Menschen die keinen Sport betreiben haben ein generell höheres Risiko an gesundheitlichen Erkrankungen wie sportliche Menschen. Ich verbringe in der Woche zwischen 6 und 10 Stunden mit sportlichen Aktivitäten. Dies ist ein Grund, warum ich körperlich und seelisch gesund und ausgeglichen bin. Aus diesem Grund: Unsportliche werden zur Kasse gebeten um ihre Unsportlichkeit zumindest monetär auszugleichen.

Ich fordere die sofortige Abschaffung jeglicher Form von Stipendien. Ich bekomme kein Stipendium mehr - also sehe ich partout nicht ein, warum jemand anderes eine staatliche Förderung seines Studiums erhalten soll. Nein, sehe ich wirklich beim besten Willen nicht ein.

Sie meinen meine Forderungen wären etwas meschugge? Klar sind sie das und im Grunde fordere ich auch nichts davon. Ich fände es vielmehr gar nicht gut, wenn auch nur eine meiner Forderungen erfüllt würde. Denn immerhin leben wir in einer Gesellschaft, deren Vorteile wir gerne genießen und deren Nachteile wir eben auch in Kauf nehmen müssen. Denn es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern eben auch grau. Ist ja nicht schlimm - man kann nicht immer gewinnen.

Die oben angestellten Forderungen sind nicht legitim, da sich ein Nicht-Direkt-Betroffener eben nicht in Dinge einmischen sollte, die ihm im Grunde nicht weiter zu tangieren haben. Doch ist jene Forderung legitim? Selbsternannte Nichtraucherverbände fordern höhere Steuern auf Zigaretten!

Da man annehmen kann, dass Nichtraucherverbände nicht rauchen, sollte sie der Tabakpreis auch nichts angehen. Wenn dem jedoch doch so ist - ja, dann wären meine spaßeshalber aufgestellten Forderungen wohl auch legitim.

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Sonntag, November 05, 2006

Geschützter Verkehr

Ich habe die Nase voll davon. Diese bösartigen Politiker, sämtlicher Colours, die es einfach nicht lassen können, auf Schüssel und seiner ÖVP herumzuhacken. Einen Untersuchungsausschuss setzten sie ein, diese böse Buben mit der roten, grünen und blauen Farbe. Pfui, die unheilige Allianz, so nannte es Dichand in seinem persönlichen Giftspritzerblatt.

Dabei ist es doch Schüssel, wer, wenn nicht er, der als einziger die Bedrohung sieht. Eine Bedrohung, die nur durch die Eurofighter abgewehrt werden kann. Der Luftraum gehört geschützt, für Österreich. Dafür, dass auch in Zukunft noch pausbäckige Kinder Zieharmonika spielen und Schnaps trinken können - auf Almen. Auf das die österreichischen Fußballfans weiterhin gutes Geld in die drittklassige österreichische Sisy-Liga pumpen können. Auf das wir weiterhin die Wintertouristen beim après-ski in "scharfe Schwedinnen" oder "gschissene Gfraster" kategorisieren dürfen. Schüssel kennt die Bedrohung und ohne Eurofighter wird es all dies nicht mehr geben.

Denn der Superschurke Erbprinz Alois von Liechtenstein arbeitet schon längst an seinen finsteren Plänen. Die Liechtensteiner, wegen ihrer Größe kaum wahrgenommen, trachten perfide daran, die Weltherrschaft zu übernehmen - und zwar alle 35.000 Liechtensteiner. In geheimen Labors unter der Festung zu Vaduz.

Österreich wird das erste Ziel der Aggression sein. Mit den speziellen "Alois 3000" Zeppelinen wird der Kampf um die Weltherrschaft geführt werden. Nur die Eurofighter sind fähig, jene Zeppeline vom Himmel zu vertreiben. "Alois 3000" Zeppeline, ausgestattet mit der neuesten Antriebstechnik, schaffen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 85 km pro Stunde (bei Gegenwind fliegen sie Richtung Schweiz). Ihre waffentechnische Ausrüstung umfasst das grauenhafteste und perverseste, was man sich vorstellen kann. Ein Gemisch aus Linzer Torte, Schwedenbomben, original Sacher-Torte und Mozartkugeln von Mirabell. Die Welt wird mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden.

Schüssel, wer, wenn nicht er, wird uns davor bewahren. Er, und nur er, kann die Eurofighter losschicken um die Bedrohung von uns abzuwenden. Auf das Österreich nicht die erste Kolonie der superschurkenhaften, megagefährlichen und abgrundtief hinterlistigen Liechtensteiner wird. Wer, wenn nicht er? Die Bedrohung ist DORT DRAUSSEN!

Die Grafik "http://www.liechtenstein.li/b-fl-fueh-fuerstenfamilie-alois-aloissophie.jpg" kann nicht angezeigt werden, weil sie Fehler enthält.
Bild: Superschurke Alois mit Weib

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Montag, Oktober 30, 2006

Macht den Mig zum Kanzler!

Jaja, das Koalitionstheater gleicht mehr und mehr einer Provinzposse ersten Grades. Es erinnert mich an meine Zeit im Kindergarten. Eine schöne Zeit, möchte ich anmerken. Und doch, einigermaßen kindisch.

Was für Kinder im Kindergarten legitim ist, darf aber für Politiker nicht gelten. Denn was Mäxchen darf, darf Max nicht mehr. Schließlich war er schon einmal Mäxchen und wenn er diese Zeit nicht genutzt hat, dann ist er selber schuld. Der Max.

Doch es erscheint wirklich so, wie zu jenen Tagen, an denen man sich mit anderen Kindern darüber stritt, wer denn nun der Fahrer des Dreiradlers samt Anhänger sein durfte. Nur halt in der Sache ein Wenig anders. "Wenn ihr bösen Roten den U-Ausschuss beantragt, dann wollen wir nicht mit euch spielen!"... "Jetzt richten wir einen Ausschuss ein, damit sich der Schüssi ein bisschen ärgert!"

Mein Damen und Herren (vor allem die Herren): Wenn ihr euch stressen wollt, dann macht es doch bitte in eurer Freizeit. Von mir aus könnt ihr auch in Wiener Lokale gehen und euch durch eure Leibwächter gegenseitig verprügeln. Wenn es euch Spass macht, dann tut doch, wonach euch ist. Doch bitte: In eurer Freizeit!

Denn wie komme ich dazu, dass ich mir jeden Tag ein Theater ansehen muss, ob in Print oder TV, das ich nicht sehen will? Wie schwer kann es denn sein, eine Regierung zu bilden? Ihr wollt große Projekte? Verwaltungsreform, Föderalismusreform, eine faire Steuerordnung, strenge Richtlinien bei der Subventionsvergabe, zielgerichtete Entwicklungshilfepolitik, Bekämpfung der Armut im Land (nicht primär durch kurzfristige Geldgeschenke, sondern durch zielgerichtete Fort- und Weiterbildung - keine dummen AMS Kurse)... da kommt schon etwas zusammen.

Doch da unsere Theaterspieler lieber ihre Possen treiben, werde einfach ich einen auf Kanzler machen. Was mich dazu befähigt? Ganz klar: Ich bin schlanker als Gusi. Ich bin größer als Schüssel. Ich kann genauso viel rauchen wie van der Bellen. Ich kann sicher besser fluchen als Hojac und Stricher zusammen. Und außerdem: ich kann einen Kirschkern 3 Meter weit spucken und wenns um den Abschluss von Energieverträgen geht, dann opfere ich mich halt und saufe mit den Russen!

Also: Man sieht - ich wäre der geeignetste Kandidat. Meine MinisterInnen besetze ich übrigens mit Leuten, die mir zufällig unterkommen. Ein Sandler als Sozialminister, ein Bauer als Landwirtschaftsminister, eine Frau als Frauenministerin, ein Raufbold als Verteidigungsminister, ein kleiner Brillenträger als diplomatischer Außenminister (man verzeihe die Verwendung der rein männlichen Formen - auch Frauen können natürlich Sandler oder Raufbolde und damit ministrabel sein)...

Nun ja, gewählt wurde ich natürlich nicht. Aber hey, wer glaubt denn schon, dass wir noch immer eine Demokratie wären und unsere Stimmen wirklich viel zählen würden? Und außerdem, beim BZÖ wars ja auch kein Problem, dass sie in der Regierung saßen, ohne dabei gewählt zu werden. Macht Mig zum Kanzler!

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Donnerstag, September 28, 2006

Polylog der Politiker

Und wieder einmal gelang es Mig de Cervantes, einen Polylog der "wichtigen" Männer dieses Landes aufzuschnappen - wengleich dieser Polylog niemals stattgefunden hat oder stattfinden wird.

Alf G.: Jetzt san de Wahlen vorbei, damma koalieren?
Schüssel: Na, ihr Roten sats ma zu teuer. Ihr sats jo ned de Spezln von da Industriellenvereinigung. Eich mog i ned, do gibts ka Kohle.
Alf G.: Du kannst mi moi gern hom Schüsseln, außerdem bist du scho so oid, dass du scho a weng riachn tuast!
Schüssel: Gusch, du rotes Gfrast!
UHBP Fischer: Woifal, reiß di zamm!
Schüssel: Jo eh! Wer tuat oft mit miar de Leidln no a weng veroarschn?
Hojac: I bin dabei, ka Problem ned!
Schüssel: Du, Westi, mit dir tat i eh gern, oba leider sats ihr ned im Nationalrat.... woast eh, vo Zeit zu Zeit derfn de Leidln hoid do no a weng mitschatzn!
Hojac: A so a Schas... geh Schüssi, du host da jo bis jetzt a wenig um des Recht gschissn, moch hoid a Ausnahm... für mi... wei i da Westi bin...
Schüssel: Na... donn mögen mi de Leidln no weniger, wias as jetzt scho dann... geh scheissn Westi... wennst kane 4 Prozent zammbringst, dann bist eh nur vürn Oarsch...
Alf G.: Haha, da Westi schmiert ob... des woars ma wert...
"Sascha" van der Bellen: Na Xenophob, jetzt wirds nix mehr mit de Deportationen? Du schwindliga Typ, du!
Hojac: Hoits de Goschn ihr linkes Pack... wei I hob den Linksruck verhindert... weil i da Entertainment-Moaster bei Magna woar... früher...
"Sascha" van der Bellen: Geh pfui, duast eh scho wieder Dreck schmeissen?
Alf G.: Da Westi der is weg, da Westi der is weg.........
UHBP Fischer: Jetzt reissts eich zamm... tats amoi gscheid koalieren... I hob jo a ned den gonzen Tag Zeit... I muas no auf an Dreitausender... oiso zahts a weng an...
Schüssel: Jo eh, du roter Heinzi du... Wir gengan mit de zamm, de wos ois dann, wos uns de Industriellenvereinigung sogt... und de Wirtschaftskammer... und da Alan Greenspan.. a wenn er nix mehr zum sogn hod... und dem Herrn Baroso miass ma a no weng in Oarsch kriachen... Geh Leidln, scheissts eich nix... I hob de letzten sechs ahoib Jahr lang de Leidln in Oarsch gfickt, des kennan ma no länger mochn... de regen sich eh ned auf, solangs no wos zum essen hom....
Stricher: Jo wenn ma a paar Obschiabn kennan... eh nur de ned anständigen und de ned fleissigen... und wennst meine Burschenschafterspezi an Job gibst... dann koalieren ma hoid...
Schüssel: Na, Stricher... so gern i di mog... wia ma des letzte moi mit de Antisemiten koaliert hom, do hom ma zahlen miassn Ende nie... no moi kennan ma uns des ned leisten, dass ma uns bei de Organisationen auf de Kosten vom Voik freikaufen... für unsere Parteien... irgendwann checken de des a, dass da Kriag scho über sechzig Jahr vorbei is und wir do umsonst de Steuerkohle rausschmeissen für Sochn, de nur dazua dienen, damit wir auf an Gruppenfoto oben san...
Alf G.: Oiso domois, wia i no a Oarbeiterkind woar... do woit i jo scho in da Sandkistn Kanzler werden... Schüssel, gib ma dem Posten und wir san wieder quitt... nochdem du eh imma so grausig zu miar woarst...
Schüssel: Pfui, a Oarbeiter... mit dir wü i nix zum tuan hom... geh weg
"Sascha" van der Bellen: Ihr gehts ma a olle am Oarsch... i geh jetzt tschiken. Rutschts ma hoid am Buckel obi...
Mirko Messner: Na eh wurscht, wir san hoid ned im Nationalrat, oba wenn de olle ned woin oder können, dann mochn wiar hoid de Regierung. Mir is eh fad und in Ernest Kaltenbrunner a sicha... hoi, bist du deppat... Österreich is kommunistisch!!! Des is oba schnel gangan... kan Plan ned, wos wir jetzt mochn soin... oba schlechter wiar unsere Vorgänga kennan ma jo a ned sei... wei in de Kamera lochn und Gscheidwaschln kennan wiar a sicha... wenn ned no besser wia de ondan Gfraster!

gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Mittwoch, September 06, 2006

Politboxkampf Runde 2

Meine Damen und Herren, mit Spannung erwarten wir die zweite Runde der diesjährigen Politboxkämpfe. Auch wenn es Ihr Kommentator nicht gerne macht, kündigt er den Herausforderer des Duells an. In der linken Ecke befindet sich bereits Heinz-Christian Stricher, Freizeitburschenschaftenfechter, Rechtsaußendreckwerfer, selbsternannter Abschieber vom Dienst und Führer der blau-braunen Rülpser. In der Vergangenheit fiel er besonders dadurch auf, dass er mir durch seine Aussagen den Appetit verdarb.

Doch kommen wir zum Kontrahenten. In der rechten Ecke sehen wir schon Alfred "Fredl" Gusenbauer. Bekanntestes ehemaliges Arbeiterkind von Österreich, selbsternannter Retter der österreichischen Sozialdemokratie, Küsser von ekligen Flughafenasphalt, ehemaliger Ministrant und ganzer Stolz seiner Mama. Denn immerhin wollte er schon in der Sandkiste Bundeskanzler werden!

Die Jury wurde heute von mir, Euren Kommentator, ausgewählt. Gewohnt unobjektiv, wie ich nun einmal bin, besteht sie zur Gänze aus Immigranten. Richter Nummer 1 ist ein Säckchen voller türkischer Gewürzmischung, Juror Nummer 2 besteht aus einem tiefgekühlten Victoria-Barsch aus Tansania. Den Abschluss bildet Jurymitglied Nummer 3, einer Ciquita Banane aus Panama.

Trotz ihrer gestrigen schlechten Leistung leitet abermals Ringrichterin Thurnher den Kampf. Doch Stille... Ladies and Gentleman, let´s get ready to rumbleeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!

Kurzes Abtasten der Kontrahenten. Schon holt der ehemalige Ministrant und Chianti-Liebhaber, den Freunde gern "Fredl" nennen, zu einem mächtigen Hieb aus. Er nimmt den Gegner anscheinend nicht ernst. Ein mächtiger Schlag in den Unterleib des Herausforderers. Ob das die Ringrichterin wohl gesehen hat? Ich zumindest bin echt froh, dass ich hier in meiner sicheren Kommentatorenkabine sitze und keine Anschläge auf meine Familienplanung über mich ergehen lassen muss.

Und die Schläge prasseln weiter auf jenen Mann ein, den man Dank eines Richterspruches des Oberlandesgerichtes Linz getrost eine Nähe zu nationalsozialistischem Gedankengut nachsagen darf, ohne gleich eine medienrechtliche Klage fürchten zu müssen. Man sieht deutlich, dass der rote Alfred, trotz seines nunmehr elaborierten Wortschatzes und seines Anzuges, gewisse Dinge seines, von ihm so oft zitierten, "Arbeiterkinddaseins" nicht vergessen hat - nämlich die hohe Kunst der gemeinen Schläge. Ich will hier nichts falsches Behaupten und Mama Gusenbauer nicht als Lügnerin darstellen, doch es scheint mir so, dass ihr Alfred damals, in der Sandkiste, nicht Bundeskanzler, sondern Schutzgeldeintreiberschläger werden wollte.

Doch was macht Stricher nun? Jener Mann, der für sich in Anspruch nimmt, der T-1000 der rechtspopulistischen Terminatoren zu sein? Jener Typ, der den T-900, Jörg Haider, in ekelerregenden Kommentaren verdrängen will? Ja ist denn das die Möglichkeit!!!

Er biedert sich dem, gewichtsmäßig deutlich überlegenen, Weinliebhaber schier an. Halte deine Freunde nah, doch deine Feinde näher... oder was sollte das nun darstellen? Stricher kassiert Ohrfeige um Ohrfeige und lacht seinem Kontrahenten dennoch ins Gesicht... Euer Kommentator ist nun wirklich verwundert. Doch halt... soeben wurde mir ein Zettel überreicht... lassen Sie in mich kurz lesen... ja, das Rätsel wurde soeben aufgelöst!

Ein anonymer Informant klärte mich gerade dahingehend auf, dass das Sicherheitspersonal vor der Diskussion... ähhh, entschuldigen Sie meinen faux-pas... also vor dem Kampf, sämtliche Degen und Schwerter des burschenschaftfanatischen Strichers konfisziert hatte. Na dann ist alles klar, ohne Schneidwerkzeug scheint dem sonst so rülpsenden Oberrülpser die Laune auf das Rülpsen ein Wenig vergangen zu sein. Jaja, Herr Stricher, heute ist das muntere Hauen und Stechen wohl nicht so einfach, wie beim letzten Treffen Ihrer Burschenschaftssaufkumpanen!

... Minuten der Langeweile verstreichen, die, wie ich fürchte, in jeder Runde auftreten werden. Minuten meines Lebens, die mir wohl niemand wieder bringen kann. Der rote Alfred, ganzer Stolz der Mama, schlägt munter weiter auf den waffenlosen Stricher ein... aber Halt, jetzt passiert etwas. Wir sind beim Thema Immigranten angelangt. Nun schlägt der Klon des lächerlichsten Populisten der 90er jahre zurück. Die Streichung der Sozialleistungen für Nicht-Österreicher sind Thema seiner Rülpserei. Weg mit Krankenversicherung, Kindergeld usw. für "Ausländer", oder was? Als wären türkische Kinder weniger wert als österreichische Kinder. Pfui Teufel, kann ihr Moderator nur anmerken. Nur gut, dass es noch kein Geruchsfernsehen gibt, denn sonst würden die Rülpser ihren fiesen Mief in sämtliche Wohnzimmer Österreichs verbreiten.

Ihr Kommentator hat genug und spielt stattdessen eine Runde "Mau-Mau" mit den Immigranten-Juroren. Zuviele Rülpser verderben mir die gute Laune.

[etliche "Mau-Mau" Runden später]: Der widerliche Kampf, widerlich durch die blau-braune Rülpserei, hat ein Ende gefunden. Meine Immigranten "Mau-Mau"-Mitspieler haben den Raum verlassen, da ich sie redlich im Kartenspiel abgezockt haben. Ich finde dennoch einen Zettel ihrer Entscheidung vor. Liebe Zuschauer, ich lese ihn einfach vor:

"Als Immigranten-Juroren beschließen wir einstimmig, dass wir keinen Bock darauf haben, abgeschoben zu werden. Des Weiteren würden wir dem Land auch fehlen, denn was wäre eine Kebab ohne eine ausreichende Gewürzmischung, was wäre der Victoria-See, ohne den Barsch, was wäre eine Bananenmilch, ohne Bananen? Ihr seht also, wir brauchen uns gegenseitig. Denn Ihr wollt doch nicht den ganzen Tag Leberkäse und Stelzen essen, oder? Also entscheiden wir uns, in unser aller Interesse, für den Liebhaber italienischer Weine. 3:0. Und der Stricher sollte sich schämen!"

Dem kann ich nur vollkommen zustimmen und beende den Abend gewohnt mit einem herzlichen Good Night - Good fight!


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gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Dienstag, September 05, 2006

Politboxkampf Runde 1

Meine Damen und Herren, wir befinden uns nun kurz vor dem Anpfiff der diesjährigen Politboxkämpfe. In der rechten Ecke macht sich bereits Karl-Heinz Grasser, badehosenfanatischer Toyboy einer Milliardärin zum Gefecht bereit. In der linken Ecke fletscht Alexander van der Bellen, Vorsitzender der Grünen, die nikotinverfärbten Zähne. Zwar ein Kampf der körperlichen Leichtgewichte, doch dennoch liegt der Geruch von Spannung und Politikerschweiß in der Luft, während sich Ringrichterin Ingrid Thurnher auf die große Schlacht vorbereitet.

Doch ertönt der Gong und der Kampf beginnt. Gleich ein fieser rechter Haken von van der Bellen gegen Grasser. Er macht seinem Dikussionsgegner in schnellen Schlägen begreiflich, dass dies eigentlich eine Diskussion der Parteivorsitzenden zu sein hätte, Grasser jedoch offiziell das Mäntelchen des Parteilosen trägt und ganz und gar kein Parteivorsitzender wäre. Da könne er noch so oft mit Schüssel frühstücken. Die Schläge sitzen tief und Grassers Versuche, diese abzublocken, fallen ihm sichtlich schwer.

Richterin Thurnher trennt die beiden. Es folgt ein Abtasten zur Pflegedebatte. Bei einigen Punkten scheinen sich unsere Kontrahenten beinahe lieb zu haben, doch im Laufe der Diskussion setzt es vermehrt gemeine Schläge von van der Bellen gegen Grassers Leber, der sichtlich Probleme hat, in sozialen Themen zu punkten. Als Gegenwehr bleibt dem Jetsetter und Teilzeitfinanzminister Grasser die Nennung von Budgetzahlen und vagen Behauptungen. Kein eleganter Weg, doch der Professor der Nation muss aufpassen, dass er den Kampf dahingehend lenkt, dass Visionen und Ziele und nicht Zahlen die Hauptschlagargumente werden.

Die Zahlenschläge sind an diesem Moment nichts anderes als Befreiungsschläge des einstigen Traums aller Schwiegermütter und stolzen Besitzers einer 280.000 EURO Homepage. Nun setzt er zu einem ultimativen Befreiuungsschlag an, in dem er eine Geschichte seiner Familie zum Thema Pflege zum Besten bringt. Immerhin hätte die Großmutter von Grasser eine menschenwürdige Pflege erhalten... was uns der Toyboy der Nation verschweigt, jedoch offensichtlich ist, ist, dass die Grasser´sche Familie wohl keine Durchschnittsfamilie darstellt, sondern einen lukrativen Autohandel betreibt der Papa und Mama Grasser als auch Söhnchen Karl-Heinz zu Millionären machte. Vergleiche mit der Problematik eines Durchschnittsösterreichers haben demnach einen schalen Geschmack. Aus diesem Grunde verfehlt dieser "rührige-Gschichtln"-Schlag den Professor auch um Meter.

Nun sieht es so aus, als würde der schrullige Professor und begnadete Freistilkampfredner seinen Gegner wohl den Garaus machen. Doch er ist allzu selbstsicher und achtet nicht darauf, dass Yachtenliebhaber Grasser mit einer Salve an Budgetzahlen, ob wahr oder nicht, aufwartet. Der Professor und beste Kunde der "Austria Tabak" (im Besitz der britischen "Gallagher") könnte nun mit einem gefährlichen Uppercut antworten, indem er das bekannte Sprücherl von Statistiken, denen man nicht trauen sollte, wenn man sie nicht selbst gefälscht hat, anbringen könnte. Oder zumindest den Kampf weg von den Zahlensalven hin zu Zukunftsplänen und Visionen zu führen.

Doch er lässt sich auf das Spielchen ein und kassiert einige empfindliche Schläge in die Magengegend, einen Bereich des Körpers, an dem Raucher für gewöhnlich besonders anfällig sind.

Van der Bellen, einstiges Immigrantenkind und nunmehriger sympathischster Gscheidwaschler Österreichs, versteht es jedoch mit der Zeit, manche Zahlenangriffe zu blocken. Es entspinnt sich ein langweiliges Ringen, dass auch Ringrichterin Thurnher, die wohl ein kurzes Nickerchen hielt, nicht stoppte. Die Diskussion, ähhh, entschuldigen sie meinen faux-pas, der Kampf, dreht sich im Kreis während sich die beiden schwitzenden Kontrahenten in Armen halten, ohne einen wesentlichen Vorteil zu erzielen.

Der ehemalige Lakai von Jörg Haider, unser Sunnyboy Grasser, lässt nur einmal kurz aufhorchen, als er von der "Erhöhung der persönlichen Freiheit" spricht. Zugegebenermaßen ein Schlag ins Leere, da keinem wirklich klar ist, wen oder was er damit treffen wollte. Sollte dies etwa ein Schlag gewesen sein, der auf die Reisefreiheit anspricht? Wo doch so viele Menschen diese Freiheit nicht nutzen können, weil sie zu arm dazu sind. War es ein Schlag, der die Freiheit der Bildung anspricht? Wo doch Bildung mehr und mehr zum Luxusgut wird. Oder die Freiheit auf ein menschenwürdiges Altern? Wo doch soviele Leute selbst im Erwerbsleben kaum genug verdienen, um gut über die Runden zu kommen, geschweige denn für später vorzusorgen, wie es Grasser so flapsig nennt... ähhh, schlägt... nun ja, ein sehr merkwürdiger Schlag.

Doch kaum Aufregendes passiert mehr. Schiedsrichterin Thurnher versucht bei einem Grasser´schen Foul einzugreifen, indem sie eine Tafel als Schaubild zum Besten geben will. Doch der kampfwütige Badehosenfetischist lässt sich kaum davon abbringen, seine Zahlensalven nicht fortzusetzen, an denen nun auch der liebe Professor Gefallen zu finden scheint. Ein unattraktives Schauspiel bietet sich den Zusehern und auch Ringrichterin Thurnher scheint dies zu missfallen, ohne jedoch wirklich eingreifen zu können.

Kurz befindet sich der Kampf in der Immigrationsecke. Der Mann von der Svarovski-Milliardärin beweist beim Thema Mehrsprachigkeit waren Familiensinn, indem er die Tochter seiner Frau ins Spiel bringt, die wohl viele Sprachen spricht. Der Professor kontert, dass diese Familie wohl nicht repräsentativ ist - vielleicht weil sie im Gegensatz zum Durchschnittsösterreicher Milliardäre sind. Ein fieser Schlag auf die Nase, doch er hat damit recht. Immerhin kann man wohl Privatschulen nicht mit Schulen in Floridsdorf, Favoriten, Linz, Innsbruck, Dornbirn oder Hallein vergleichen. Das wäre wohl so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen.

Doch der Kampf neigt sich dem Ende. Mit Spannung erwarte ich die Entscheidung der Jury, bestehend aus einem Feuerzeug, einem Aschenbecher und einer Tischlampe. Das Feuerzeug entscheidet für den Professor, vielleicht aber auch nur, weil es zum Professor als Kettenraucher eine gewisse Beziehung aufbauen kann. 1:0. Dies dürfte auch für den Aschenbecher gelten... doch nein, wie durch ein Wunder sieht der Aschenbecher Grasser im Vorteil. Es rächt sich eben, wenn man auf den Brüdern und Schwestern des Aschenbechers immer wieder glühende Zigaretten ausdämpft. 1:1. Nun wird es spannend, die Tischlampe kann einen Sieger küren oder ein Unentschieden erzwingen. Und was macht die Tischlampe? Die Spannung steigt ins unermeßliche... ja... wir haben ein Ergebnis. Die Tischlampe sieht kleine Vorteile des Rauchers der Nation. 2:1. Der Professor gewinnt, zwar nur knapp, aber immerhin ein Sieg. Ein Gefühl, dass die österreichische Nationalmannschaft schon lange nicht mehr kennt.

Ein anfänglich harter und spannender Kampf, der mit der Zeit immer langweiliger wurde, ist nun zu Ende. Doch dies war nur der Beginn. Schon bald geht es weiter. Und wir erwarten zwei härtere Kämpfer. Zum einen Alfred Gusenbauer, Emporkömmling aus der Arbeitschicht mit zweifelhaften Kussavancen und einer stolzen Mama. Zum Anderen Heinz-Christian Stricher, Oberrülpser der blau-braunen Rülpser mit Nähe zu Nazis und Burschenschafterhobbies. Hier erwartet uns sicherlich eine fiese Schlacht. Ich prophezeie die hohe Kunst der tiefsten Schläge. Und bevor wir die Übertragung abbrechen, will ich den Zusehern noch versichern, dass wir demnächst für eine bessere Jury sorgen werden. Damit persönliche Avancen, wie es uns beim Feuerzeug und beim Aschenbecher passierte, nicht mehr auftreten. Alsdann, good night, good fight - sagt ihr Kommentator!

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gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Sonntag, August 13, 2006

Parteien, die man nicht kennt

Seit dem antreten der "Autofahrer Partei", ich denke es war im Jahr 1993 oder 1994, interessieren mich vor Wahlen zumeist jene Mini-Parteien, die es nicht einmal zuwege bringen, die erforderlichen 2800 Unterstützungserklärungen zu bekommen, um somit einen Platz auf den Wahlzettel zu erhalten.

Am 1. Oktober dieses Jahres sind erneut Wahlen. Während sich die etablierten Parteien, von den Konservativen bis zu den Sozialdemokraten, von den Grünen bis zu den blau-braun-bunten Rülpsern, wahre Werbeschlachten liefern, gibt es auch diese Mini-Parteien, gegen die sogar die "Kommunistische Partei Österreichs" wie ein Riese wirkt.

Kommen wir zu meinem persönlichen Favoriten, der "Piratenpartei Österreichs". Sie tritt für die Straffreiheit von Privatkopien und gegen die Patentierung von Software ein. Sämtliche Ted Nelson´s, Tim Berner-Lee´s und Jon Postal´s würden sich über eine solche Partei freuen.

Die "Alpine Pogo Partei Österreichs" finde ich persönlich lustig. Diese Scherzpartei wirbt unter anderem mit dem "Recht auf Rausch". In einem Land wie Österreich dürfte dieser Slogan sogar wirken... immerhin haben wir eine wahrlich überdurchschnittliche Quote an Alkoholikern.

"Die Violetten" dürfen nicht mit der "Initiative Violett/Weiß" verwechselt werden, wiewohl "Die Violetten" ebenso aus Salzburg stammen. Doch im Gegensatz zur Initiative, die sich für die Fußballtradition des wieder gegründeten SV Austria Salzburg einsetzt, wollen "Die Violetten" zu mehr Spiritualität beitragen.

Die "Sozialistische Linkspartei" sieht sich als einzige "linke" Alternative im Parteienspektrum. Anscheinend sind sie auch gegen Rassismus, Sozialabbau und Neoliberalismus. Und für die kostenlose Verteilung von Kondomen... nun ja, stimmt nicht... wäre aber mal etwas anderes.

Nun, es würde noch einige Mini-Parteien geben. Doch im Grunde genommen wird keine jener, teilweise reinen Spaß-Parteien, die erforderlichen Unterschriften erhalten. Also kann man sie auch gleich wieder vergessen. Außer die "WSPÖ - Wassersäuferpartei Österreichs". Denn sie stellen die einzige Alternative für sauberes Trinkwasser dar.

LINK WSPÖ - HOMEPAGE DER WASSERSÄUFERPARTEI ÖSTERREICHS

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Los partidos que no conoce

Desde él alinean "al conductor del partido", pienso que era en 1993 o en 1994, interesarme antes de opciones sobre todo aquellos minipartidos que no hasta lo traen para hacerse necesarios 2800 explicaciones de apoyo para recibir por lo tanto un lugar en el trozo de papel electoral de la opción.

El 1 de octubre de este año son una vez más opciones. Mientras los partidos establecidos, de los conservadores se proporcionan hasta los demócratas sociales, de los Verdes hasta los eructos azules-marrones-de colores, batallas publicitarias verdaderas, hay también estos minipartidos contra hasta "el partido comunista de Austria" como un gigante trabaja.

Si venimos a mi favorito personal, el partido "del pirata de Austria". Ella participa en la impunidad de copias privadas y contra patentar del software. Todo Ted Nelson, Tim Berners-Lee y Jon Postal se alegrarían sobre tal partido. Encuentro "el partido Pogo alpino de Austria" personalmente divertido. Entre el resto, este partido de broma hace publicidad con el "directamente en la embriaguez". En una tierra como Austria este lema podría trabajar hasta ..., al menos, tenemos un precio realmente por encima de la media en alcohólicos.

" El Violettes "no puede ser confundido para" el inicial blanca /violado ", venga y al mismo tiempo "Violettes" también de Salzburg. Sin embargo, en contraste con la iniciativa que se ejerce para la tradición de fútbol de Austria Salzburg fundada otra vez "Violettes" quieren contribuir a más espiritualidad."

"El partido izquierdista socialista" se ve como la única alternativa "izquierda" en el espectro de partido. Ellos son aparentes también contra racismo, desmontaje social y neoliberalism. Y para la distribución libre de condones ... bien, no es correcto ... si algo más fuera, sin embargo, a veces. Ahora, todavía habría algunos minipartidos.

Sin embargo, básicamente ninguno que, a partidos de diversión en parte puros, las firmas necesarias recibirán. Entonces uno puede olvidarlos también inmediatamente otra vez. Excepto "WSPÖ - partido de bebedor de agua de Austria". Ya que ellos muestran la única alternativa para el agua potable limpia.

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gracias por estar ahì

Miguel de Cervantes

Samstag, März 19, 2005

Liesl G. - ich liebe dich

Heute ist es soweit. Ich kann meine Gefühle dir gegenüber nicht mehr verheimlichen. Liesl, du bist mir schon seit Jahren aufgefallen, du warst und bist eben etwas Besonderes. Ich respektierte dich schon immer doch im Laufe der Zeit kam etwas neues hinzu - Liesl, ich muss gestehen, ich habe mich in dich verliebt. Und nein, es ist nicht dein Äußeres (bei Gott - das ist es wahrlich nicht)! Ich habe mich in DICH, ja, in deine inneren Werte verliebt.
Keine Andere schafft es, sich jahrelang trotz schlechter Leistung in einem Topjob zu halten - du bist nun schon seit Ewigkeiten Bundesministerin für Bildung (und einige andere Dinge). Du hast mir gezeigt das man in diesem Land nichts können muss um sich oben zu halten - Liesl, dafür liebe ich dich.
Du hast Studiengebühren eingeführt. Studierende, die ohnehin nicht mit großen Geldressourcen gesegnet sind werden mehr und mehr gezwungen neben dem Studium zu arbeiten - dadurch verlieren sie wertvolle Zeit die sie besser fürs Studieren hätten verwenden können. Doch Liesl, du zeigtest keine Gnade und hast McDonalds, Meinungsforschungsinstituten und anderen Unternehmen die gerne Studierende beschäftigen einen riesen Pool an potentiellen Arbeitskräften beschert - das zeugt von Weitblick, dafür liebe ich dich.
Du sparst bei den Universitätsbudgets. Liesl, dies ist eine Meisterleistung. Dies zeugt von den Mut den nur du zu Eigen hast. Lassen wir doch ruhig Studierende semesterlang in der Warteschlange geparkt, irgendwann werden sie schon einen Platz in der Lehrveranstaltung erhalten die ihnen seit drei Semestern für den Abschluss fehlt. Wenigstens zahlen sie Studiengebühren in der Zwischenzeit. Auch sind überfüllte Hörsäle kein Problem - die Qualität des Unterrichts und ein grauenhaftes Raumklima sind doch völlig egal. Liesl, du zeigst diesen drogensüchtigen, linkslinken, alternativen, intelektuellen und faulen Studentenbastarden dass sie in diesem Land eigentlich nur Menschen zweiter Klassse sind - und dafür liebe ich dich.
Liesl, du schränkst die studentische Mitbestimmung ein - die Bundesvertretung der ÖH wird nicht mehr direkt gewählt. Rechte die über Jahrzehnte erkämpft wurden schaffst du innerhalb kürzester Zeit ab - das zeugt von Courage. Wenn die Studenten ihre Vertretung nicht mehr direkt wählen MÜSSEN haben sie so mehr Zeit sich auf das Burger-braten bei McDonalds zu konzentrieren. Du hast noch ein soziale Gewissen in unseren sozial-kalten Zeiten, dafür liebe ich dich.
Liesl, du bist für die Einführung von privaten Eliteuniversitäten. Der freie Hochschulzugang ist doch eine grauenvolle Errungenschaft. Wenn es nach dir geht sollten nur mehr Kinder reicher Eltern in den Genuß einer guten und teuren Ausbildung und damit später in den Genuß von hochdotierten Jobs kommen. Arbeiterkinder, Kinder von normalen Angestellten oder kleinen Beamten - bleibt doch wo der Pfeffer wächst, für euch gibt es bald nichts mehr zu holen. Für dieses Verständnis von Chancengleichheit liebe ich dich.
Liesl, in deiner Zeit als Bildungsministerin wurden die österreichischen Schüler laut PISA-Studie immer dümmer. Das ist gut so, wir brauchen keine intelligenten Menschen die die Burger bei McDonalds braten. Wir brauchen keine gut Ausgebildeten Menschen, keine Leistungsträger in der Hochtechnologie, der Informationswirtschaft oder im tagtäglichen Geschäftswesen, wir widmen das Land in ein riesiges Freiluftmuseum um und leben nur mehr vom Tourismus. Ein Kellner oder ein Zimmermädchen muss nicht unbedingt gut lesen können, dafür liebe ich dich.
Liesl, obwohl du überall versagt hast klammerst du dich immer noch erfolgreich an deine Macht. Du bist gewieft und schlau, anders kann ich mir deinen politischen Überlebenswillen nicht erklären. So viel Einsatz zur Rettung der persönlichen Situation gehört belohnt, du solltest das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich aufgrund deiner Wendehalsigkeit und Ignoranz erhalten, du bist ein Vorbild, dafür liebe ich dich.

Es würde noch so viele Dinge geben für die ich dich liebe, aber ich denke wir belassen es einfach dabei und ich kann nur noch sagen: Liesl, ich fände es schön mit dir auszugehen, ich könnte mich daran gewöhnen dich öfters zu sehen